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Liebe Gemeinde,

29. September 2014 image

Liebe Gemeinde,

mit „in“ sich gehen ist nicht nur Nase-Bohren gemeint. Und weil das für viele so schwer zu verstehen ist, gehen sie lieber aus sich. Sind sie einmal draußen, folgen sie den Rufen derer, die in sich geblieben sind, um dort Produkte zu erfinden. Diese Produkte funktionieren genau so, wie die Leute, die sie kaufen sollen: Äußeres steht im Vordergrund. Zum Glück bringt Apple immer häufiger solche Geräte raus. Die haben Stil. Und Image. Sie sind einfach toll. Und das sogar schon bevor man weiß, was sie überhaupt können. Wir trauen denen einfach. Wir trauen denen, die sich offiziell an unseren privatesten Dingen bedienen ohne zu fragen.

Kaum einer würde grundlos seinen Fingerabdruck speichern lassen. Als neue Funktion des letzten iPhones verpackt, macht jeder mit. Freiwillig, unbesorgt und zahlt sogar noch viel Geld dafür. Aus Liebe. 

Auch ich liebe Apple. Eine Liebe, die plötzlich da war. Weil in all den anderen Computern, die ich zuvor hatte, buchstäblich der Wurm drin war. Microsoft vertrieb seine Kunden mit ständig neuen Fehlermeldungen. Früher oder später fragte man sich: Bill, Gate's noch? 
Es ging nicht mehr. Wenn man Windows öffnete, hätte man sich am liebsten aus selbigen gestürzt. 
Und es wartete bereits eine ganze Religion auf die Gefrusteten. Apple bot Geräte an, die funktionierten. Allein das reichte. Image, Stil und eine Ideologie kam dazu. Alles aus einer Hand. Aus der von Steve Jobs. Dem Messias.
Plötzlich kaufte ich auch einen Laptop für 2000 Euro, der nicht mal ein CD-Rom-Laufwerk hatte, dafür gut aussah. Aber es war ok. Schließlich steckte da eine Idee dahinter, die zwar keiner verstand aber der jeder vertraute.
Inzwischen wissen wir: Der Messias wollte nicht, dass wir selbst Daten erzeugen oder kopieren. Kaufen und downloaden sollten wir sie. Und sein Wille geschehe. Wie in der Cloud, so auch auf Festplatten.

Nun gibt es wieder neue Apple-Geräte. Alle reden davon. Ich auch. Von der Weltpresse werden die neuen iPhones und iWatches gefeiert. Logo: wer schlecht berichtet, darf nie wieder bei einer Produkteinführung dabei sein.
Und da bei der Präsentation der (neue) Messias nicht die Option erwähnt hatte, man könne auch sein altes Telefon behalten, kauften wieder Tausende das Neue.  
Doch das iPhone 6 sieht aus wie eins von Samsung. Es gibt keine schlimmere Beleidigung für einen Mac-Macker! Wie kann man schließlich Apple mit Birnen vergleichen! 
Man kann. Und langsam werde ich vom Apple-Leptiker zum Skeptiker. Ich mag die Funktionalität meines Laptops, meines Handys, meines Pads. Aber nur weil meine Kaffeemaschine gut funktioniert, ist mein Herd nicht zwangsläufig von der selben Marke.
Ein bisschen mehr Distanz zu Konzernen und Markenherstellern schadet uns nicht. Ein iPhone ist ein Handy, ein BMW ein Auto, eine Levis eine Jeans. Mehr nicht. Lasst uns mal wieder in uns gehen. Und das mitnehmen, was mehr zu bieten hat als Image, Design.

Da fällt mir auch ein, dass eine Uhr Schmuck ist. Kein Gerät. Von einer iWatch lass ich mich also mal nicht verapplen.



Euer Sebastian
www.facebook.de/seb.guenth

Autor: Stefanie Jost

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