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Monsters of Liedermaching: „Für Alle“ Album 2018

14. März 2018 image

Monsters of Liedermaching: „Für Alle“ Album 2018

1. Nach 14 Jahren Live-Aufnahmen habt ihr jetzt euer erstes Studioalbum veröffentlicht. Was für Gründe gab es dafür?

Wir wollten einfach mal unseren Kosmos erweitern und ausprobieren, was unsere Stücke musikalisch so bieten. Unsere Liveversionen bilden ja letztlich immer eher einen Rohzustand der Lieder, was unsere bisherigen Alben atmosphärisch direkter machte, aber eben auch in kreativer Hinsicht etwas zurückhaltender. Letztlich ist aber ein Studioalbum auch nur eine Tür mehr, die wir jetzt aufgestoßen haben. Dadurch verschließt sich ja keine andere Tür, insofern also ein risikofreies Experiment. Wir sind enorm glücklich darüber.
 

2. Der Song „Feuerwehrleute“ handelt vom Leben der Alltagshelden. Was für persönliche Erfahrungen oder Erlebnisse verbindet ihr mit diesem Thema?

Ein Alltagsheld ist jeder, der im Alltag uneigennützig handelt. Feuerwehrleute sind dafür ein prima Synonym, aber auch wortwörtlich zu loben. Leider fehlte bislang aber ein musikalisches Denkmal. Zudem: Wer Katzen rettet, verdient ein Lied. Ich persönlich durfte damals trotz Interesse leider nicht bei der freiwilligen Feuerwehr meines Heimatortes mitmachen, weil meine Haare zu lang waren. Mal so als Funfact nebenbei.
 

3. Was hören die „Monsters of Liedermaching“ privat für Musik?

Im Bandbus singen wir gerne zu Deichkind, KIZ und Münchener Freiheit, und schwelgen zu Weezer, Beatles, Kassierern und den Toten Hosen. Privat nutzen wir das gesamte Spektrum zwischen Händel und den Einstürzenden Neubauten. Musik mit Herz und Rückgrat, darauf einigen wir uns auch privat.
 

4. Ihr seid schon alte Hasen im Showbiz. Habt ihr überhaupt noch Lampenfieber? Und wenn ja, habt ihr ein Geheimnis, das hilft?

Wir sind auch alte Hasen im Alltag, aber auch der macht hin und wieder Angst. Das gilt genauso für Lampenfieber. Weg geht’s nie ganz, aber Fieber erzeugt Bilder. Insofern also: Genießen, genießen, genießen.
 

5. Der Song „kleine Lilly“ spricht das Thema Drogen an. Wie steht ihr privat zu Drogen und der Legalisierung von Cannabis?

Wir sind keine Kefir-Mönche, um einen schönen Begriff von Breiti (die Toten Hosen) zu zitieren, aber auch nicht annähernd Hunter S. Thompsons. Menschen sollten mit der Fähigkeit zur Selbstreflektion erzogen werden, dann würden sie auch selbstständig verantwortungsvoller, und dann müsste auch nicht vordenkend kollektiv rumverboten werden. Cannabis nicht zu legalisieren, ist Unsinn, andererseits gibt’s für die Gesellschaft mit Sicherheit gerade dringendere Felder zu bearbeiten, zum Beispiel sollten mehr Zeit und Geld in Bildung und Sozialverhalten investiert werden, dann würde die Welt auch wieder toleranter. Im Anschluss wäre Cannabis wahrscheinlich dann bald eh legal.
 

6. Den Song „Nur mit dir“ könnte man als Liebeserklärung an eure Gemeinschaft verstehen. Was hält euch zusammen?

Das ist ein Liebeslied von Fred an seine Gitarre. Kryptischer Typ, der Fred. Aber genial, wie wir alle. Unsere Fähigkeit, das Geniale in den Kollegen zu sehen, das ist exakt der Klebstoff, der uns zusammenhält.
 

7. Wo seht ihr euch in zehn Jahren bzw. welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

Im Bus, singend zu Deichkind, KIZ und Münchener Freiheit. Vielleicht kommt ja noch eine Band dazu, im Laufe der Jahre. Das wäre schön.
 

8. Die Inhalte eurer Songs sind breit gefächert. Woher nehmt ihr die Inspiration?

Wir fischen doch alle im selben Fluss. Aber wir sicher an einem anderen Nebenarm, als zum Beispiel Bodo Wartke.
 

9. Dieses Jahr feiert die Band fünfzehnjähriges Bestehen. Habt ihr etwas Besonderes zum Bandjubiläum geplant?

Wir sind gerade in der Planung, wir können darum nur sagen, dass es ziemlich gut wird. Tänzer und Harfenistinnen werden aber nicht dabei sein, das ist bereits entschieden.
 

10. Die letzten Worte gehören euch. Was möchtet ihr den Lesern noch mit auf den Weg geben?

Max Goldt ist sehr gut, aber auch uns sollte man sich nicht entgehen lassen.

(Jennifer Grube)

Autor: Jennifer Grube

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