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Teenanger und Mediennutzung – immer nur Stress und Frust?

Teenanger und Mediennutzung – immer nur Stress und Frust?

Mehrfach pro Woche wenden sich Eltern an uns Mediencoaches, schildern ihre Konflikte mit und Sorgen um ihre Teenager, die sich aus der Mediennutzung in den Familien ergeben. Grund genug, dieses Thema einmal in unserem Newsletter aufzugreifen. Speziell die Phase der Pubertät stellt ja uns Eltern vor neue Herausforderungen, denn wenn sich unser Kind zum Jugendlichen entwickelt, sich deutlich auf den Weg zum Erwachsensein macht, ändert sich unsere Elternrolle und unsere Beziehung zu unserem Kind ebenfalls – oftmals grundlegend.

Wie in anderen Lebensbereichen auch, will unser Kind, älter als zehn, nun nicht mehr gegängelt und bevormundet werden. Deutlich zeigt sich das immer wieder bei der
Einteilung von Bildschirmzeiten. Da werden Absprachen ignoriert oder boykottiert, Passwörter und technische Sperren gehackt. Wenn wir hier als Eltern Mitbestimmung zulassen, vereinfacht sich Vieles. Gleichzeitig fordern und fördern wir an dieser Stelle die Entwicklung von Mitverantwortung. Von grenzenloser Mediennutzung ist hier keinesfalls die Rede, aber von vertrauensvollen Vereinbarungen, die Verbote und technische Kontrollinstrumente entbehrlich machen.

Entwicklungsbedingt streben Teenager nach
Eigenständigkeit und Privatheit. In uns Eltern finden sie nicht mehr die passenden Gesprächspartner*innen für ihre Themen, sondern orientieren sich zunehmend an Gleichaltrigen und Gleichgesinnten und deren Meinung. So spüren wir immer häufiger, dass weniger gemeinsame Zeit mit uns gesucht wird, das Chatten in digitalen Netzwerken hingegen ist intensiv und regelmäßig. Aus unserer Sicht oft wenig sinnhaft und auch die favorisierten Bilderwelten sind nicht unsere. Und genau darum geht’s: sich in einer von Eltern losgelösten Erlebniswelt zu tummeln, um eigene Erfahrungen zu machen. Bei allem Bedauern, dass wir nicht so gefragt sind: Seien Sie da und ansprechbar, wenn etwas schief geht. Wir bleiben immer wichtig – auch als Rettungsanker.

Abtauchen in mediale Welten geschieht im besten Falle zur Entspannung und Erholung und ein regelmäßiges Auftauchen in die Realität kann problemlos sein – sofern dies schon hinreichend lange eingeübt ist! Doch Teenager sein heißt auch, Maßloses auszuprobieren und sich der Faszination hinzugeben, im Risiko einen Anreiz zu sehen sowie sich völlig intuitiv und planlos zu verhalten. Waren wir als Teenager eigentlich anders? Gut ist, wenn wir uns einmal zurückerinnern und das Verhalten unseres Kindes nicht von vornherein als persönliche Provokation einstufen, sondern vielmehr als das einer besonderen Lebensphase.

Wenn wir darüber hinaus als Familie auf einer soliden Basis leben, von der aus wir einander Sicherheit und Verlässlichkeit geben, die die Grundbedürfnisse abdeckt (Schlafen, Nahrung, Gesundheit), die sich als soziale Gemeinschaft versteht und einander wertschätzt, dann gibt es viele gute Gründe auch für unser Kind, aus der Medienwelt wieder aufzutauchen, um sich in der realen Welt wohlzufühlen. Davon bin ich überzeugt.

#MedienLieberMiteinander: Mediennutzung von Anfang an begleiten
Mit einem stabilen Fundament in der Medienerziehung können konfliktfreie Absprachen zu Bildschirmzeiten und Co. mit Kindern im Teenangeralter noch besser gelingen. Besonders wichtig ist es daher, dass Eltern ihre Kinder von Anfang an bei der Mediennutzung begleiten, über Inhalte und Risiken sprechen sowie Regeln altersgerecht erklären.
Mit der
Kampagne #MedienLieberMiteinander unterstützen SCHAU HIN!, der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) Eltern mit Klein- und Kindergartenkindern dabei, einen guten Umgang mit digitalen Medien im Familienalltag zu finden.

Weitere Infos: https://www.schau-hin.info


Pressemitteilung: SCHAU HIN - Mediencoach Kristin Langer
Fotocredit: Caleb Woods / Unsplash





 

 https://www.schau-hin.info/sicherheit-risiken/kinderfotos-im-netz-darauf-sollten-eltern-achten

Shortnews von: Yvonne Thorwarth, 25.06.2021

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