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Gar nicht so weltmeisterlich

Bildautoren: Silvia & Frank

Fußball bedeutet für viele immer noch die Welt. Die Profis und Stars von morgen, die über das Feld laufen, sind dank einer digitalisierten Infrastruktur noch mehr im Fokus. Und auch, wenn sich die meisten Spieler ihrer Vorbildfunktion bewusst sind, gibt es ebenso die Profis, die Fehler machen. Über die fünf größten Skandale im Deutschen Fußball, lesen Sie hier. Gerade als Vertreter in der Nationalmannschaft hat das oft unwiderrufliche Konsequenzen - oder auch nicht, wie die drei Geschichten zeigen.

Ausflug nach Hamburg

Dass diese „Fehltritte“ nicht neu sind, zeigt die Geschichte von Uli Hoeneß und Sepp Maier im Jahr 1974, die im Trainingslager der Nationalmannschaft in Malente, andere Pläne verfolgten. So schien das Training ein wenig langweilig zu sein und so beschlossen die beiden kurzfristig, dieses zu verlassen. Damit ihr „Ausflug“ nicht auffiel, suchten sie sich unter den Sicherheitsbeamten einen Komplizen, der ihnen bei ihren Plänen half. Sie wollten nämlich zu ihren Frauen. Diese weilten jedoch im 100 Kilometer entfernten Hamburg. So machten sie sich auf den Weg und kehrten erst gegen fünf Uhr morgens in das Quartier zurück. Da um 10 Uhr bereits wieder Training auf dem Plan stand, waren beide entsprechend übernächtigt, als die Einheit startete. Sepp Maier hatte sich zudem beim ständigen Bremsen mit der defekten Handbremse verletzt. So wurde die „Katze von Anzing“ von Bundestrainer Helmut Schön kurzerhand ersetzt. Herausgekommen ist diese Geschichte jedoch erst Jahre später, als Sepp Maier diese gegenüber der „Zeit“ zum Besten gab.

Ein See wird berühmt

Nicht erst seit den Enthüllungen von Toni Schumacher in seinem Buch „Anpfiff“, ist der im Schwarzwald befindliche Schluchsee als Schlucksee bekannt. Denn hier zeigten die Spieler ihre außersportlichen Fähigkeiten. So wurde gepokert und getrunken, bis es nur noch „Schnapsleichen“ gab. Dabei übertraf, nach Aussagen von Schumacher, Paul Breitner seine Kollegen um Längen. Mit dem Unterschied, dass dieser im Training der Einzige war, der noch Leistung bringen konnte. Bei den Pokerrunden ging es 1982 um locker sitzende 30.000 Mark. Nach Bekanntwerden dieser Details war die Generation als „Zocker und Säufer“ verschrien.

Eine Ohrfeige während des Spiels

Unvergessen in diesem Kontext ist die 67. Minute der Deutschen Nationalmannschaft gegen Wales im Jahr 2009. Michael Ballack, der Capitano, gab Lukas Podolski eine taktische Anweisung. Das passte dem damals noch recht jungen Podolski offensichtlich nicht. Denn seine Hand landete unmissverständlich im Gesicht von Michael Ballack. Dass Handgreiflichkeiten keine Lösung sind, war allen klar. Der eigentliche Skandal an dieser Geschichte ist jedoch, dass Lukas Podolski mit dieser Sache ohne Strafe davonkam. Dies war zeitgleich ein unmissverständliches Zeichen an Ballack, denn dessen Demontage hatte bereits begonnen.

News von: Jakob Baumgärtel, 06.12.2018

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