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Reisen & Touristik

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Karlsruhe, die Fächerstadt am Rhein

Das Schloss ist Dreh- und Angelpunkt Karlsruhes, der einstigen Haupt- und Residenzstadt Badens.

„Die Richter in Karlsruhe haben entschieden“ – Diesen Satz hat wohl fast jeder schon einmal in den Nachrichten gehört. Die baden-württembergische Stadt hat aber viel mehr zu bieten als das Bundesverfassungsgericht. Begeben Sie sich mit uns auf einen kleinen Stadtrundgang.

Ihre Existenz hat die Stadt am Rhein der Sehnsucht eines Adligen nach Ruhe zu verdanken. So soll Karl-Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach, einst bei der Jagd eingeschlafen sein und dabei von einem neuen Prunkschloss geträumt haben. Diesen Traum verwirklichte er mit der Grundsteinlegung für das Karlsruher Schloss im Jahr 1715. Getreu dem absolutistischen Ideal vom Sonnenkönig, um den sich die Welt dreht, ließ der Graf eine komplette Stadt gleich mitentwerfen. Die Straßen ordneten sich strahlenförmig um das Schloss an, was Karlsruhe den Beinamen Fächerstadt einbrachte.
 
Bis heute ist das Schloss nebst prächtiger Gartenanlage der bekannteste aller POIs in Karlsruhe und gehört zu einem Besichtigungsprogramm unbedingt dazu. Vom rund 40 Meter hohen Schlossturm aus können Besucher sehr schön die symmetrische Konstruktion nachvollziehen. Das im Schloss untergebrachte Badische Landesmuseum zeigt weltweit bedeutende kunst- und kulturhistorische Sammlungen. Die Bandbreite reicht von der Ur- und Frühgeschichte über antike Kulturen, das Mittelalter und die Barockzeit bis ins 21. Jahrhundert. Das Museum versteht sich dabei als Erlebnisort für Jedermann und lässt sich dank abwechslungsreicher, interaktiver Begleitprogramme auch sehr gut mit Kindern besuchen. Im etwa 40 Hektar großen Schlossgarten kann sich der Nachwuchs anschließend auch körperlich austoben.
 
Karl-Wilhelm prägt auch bis heute den Marktplatz der knapp 300.000 Einwohner umfassenden Stadt. Unter einer Pyramide aus rotem Sandstein ruht der Sarkophag des Markgrafen – eine Reminiszenz an den Ägypten-Boom, den Napoleon mit seinen Feldzügen ins Reich der Pharaonen Ende des 18. Jahrhunderts in Europa auslöste. Das Rathaus und die evangelische Stadtkirche umrahmen den klassizistisch gestalteten Marktplatz, auf dem werktags stets lebhafter Handelsbetrieb herrscht.
 
Den modernen Kontrast zur absolutistischen und klassizistischen Bauweise bildet die Südweststadt. Auf dem Gelände einer ehemaligen Waffenfabrik entstand unter anderem das Zentrum für Kunst und Medientechnologie, das seinerseits schon wieder ein Klassiker ist. 1997 eröffnet, ist es mutmaßlich das erste Museum der Welt, das sich ganz der interaktiven Kunst verschrieben hat. Die Workshops und Führungen sind sehr empfehlenswert.

Foto: Karlsruher Messe-und Kongress-GmbH/Jürgen Rösner

News von: Jakob Baumgärtel, 25.11.2013

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