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Eclectic Theatre in Dresden: Von einem Ort, der Sprache und Kunst verbindet

Quelle: Pixabay

Englisch ist die meistgesprochene Fremdsprache auf der Welt. Kein Wunder, dass sie ihren Weg in den Alltag, ins Kino und Werbeslogans gefunden hat. Michael Halstead gibt auf der Dresdner Theaterbühne seiner Muttersprache zusätzlichen Raum zum Entfalten. Sein Eclectic Theatre bietet Bühnenstücke nur in englischer Sprache an. Eine Idee, die bei Kunstinteressierten sehr gut ankommt.

Im Theaterhaus Rudi in Dresden kommen Sprachkünstler und Freunde von Originalsprachen auf ihre Kosten. Eingebettet in einem bunten Programm, haben sie eine Gemeinsamkeit: Jedes Stück wird nur in Englisch dargeboten. Der Spielplan präsentiert sich abwechslungsreich und vielfältig: Die Werke reichen von britischen Klassikern und Evergreens bis hin zu eigens geschriebenen Geschichten.

Ziel ist es, Raum für internationale Kommunikation zu schaffen und die englische Sprache zu fördern. Diese Zielsetzungen ziehen sich wie ein roter Faden durch den gesamten Aufbau des Eclectic Theatre. Denn neben der länderübergreifenden Sprache sind auch Publikum und Mitwirkende multikulturell aufgestellt. Mit seinen Produktionen knüpft das Theater an einen Trend an, der sich in rascher Entwicklung befindet: Englische Sprache erfreut sich größter Beliebtheit beim Erlernen und täglichen Nutzen. Mit Online Coaches lässt sich Feedback direkt bei Muttersprachlern einholen. Außerdem hilft das Coaching mit einem Muttersprachler dabei direkt in die Materie einzutauchen ohne in das Land reisen zu müssen. Währenddessen erleichtern Streaminganbieter wie Netflix, die Filme und Serien in der Originalversion anbieten den Einstieg. Möglichkeiten, die englische Sprache subtil und nebenbei in den Alltag einfließen zu lassen, gibt es reichlich.

Alles, was man sich wünscht

Zusammengebracht wurden Cast und Crew des Eclectic Theatres von Michael Halstedt. Der Brite überzeugt bei den Inszenierungen nicht nur als Regisseur und Schriftsteller, sondern auch als aktiver Schauspieler auf der Bühne. Seine Referenzen sprechen für sich: In England und Prag war er bereits in verschiedenen Produktionen zu sehen, bis es ihn 2000 nach Dresden zog und er im Jahr 2005 das Eclectic Theatre gründete.

Für Zuschauer ist der Besuch des britischen Theaters im Vorfeld eine wahre Herausforderung, denn zu entscheiden, welches Stück gesehen werden will, fällt schwer. Bis zu zehn Stücke werden in abwechselnder Reihenfolge angeboten. Kulturliebhaber, die Bekanntes Neuem vorziehen, freuen sich über „King Lear“ von William Shakespeare, „Ernst sein ist alles“ von Oscar Wilde oder das Musical „Der kleine Horrorladen“ aus den 1980er-Jahren. Neu, aber besinnlich wird es dafür beim Saisonhighlight „The Christmas Special“. Hier wird der Frage auf den Grund gegangen, wie lyrische Charaktere, wie Romeo und Julia ihre Weihnachten gestaltet hätten. Nicht weniger unterhaltsam glänzt die britische Satire „Oh! What a lovely Brexit!“, die sich den europäischen Ausstieg Englands aus der EU so richtig zur Brust nimmt. Standesgemäß mit viel schwarzem Humor!


Quelle: Pixabay

Britisches Theater in deutschen Städten

Das Eclectic Theatre präsentiert mit seinem Spielplan eine breite Tonalität an Stücken, die Einsteiger und Kenner der Sprache gleichermaßen abholt. Die sächsische Landeshauptstadt Dresden ist mit seinem britischen Theater jedoch keine Ausnahme. In Hamburg, Berlin, München oder Dortmund haben sich Vereine gegründet, die sich der hohen Kunst des Theaters auf Englisch widmen.

Dresdner und internationale Touristen, die in der Stadt sind, sollten die Aufführung im Theaterhaus Rudi in der Weißer-Hirsch-Straße nicht verpassen: Das Electic Theatre zeigt vor allem, dass sprachliche Unterschiede kein Zeichen für unüberwindbare Grenzen sein müssen. Stattdessen verbindet Englisch als eine der meistgesprochenen Sprachen Menschen aus verschiedenen Nationen.

 

News von: Jakob Baumgärtel, 22.11.2021

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