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Reisen & Touristik

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Casinonächte wie bei James Bond: Die schönsten Ziele

Bild: ©istock.com/Arsty

Das Glücksspiel bewegt sich irgendwo zwischen schummrigen Spielhallen im Bahnhofsviertel und eleganten Casinos, in denen im Smoking oder Abendkleider unter Kronleuchtern gezockt wird. Der Besuch in einem solchen Casino ist noch immer ein tolles Erlebnis, das eine winterliche Wochenendreise krönt. Doch wo lässt sich das Flair am besten einfangen?

Deutschlands Edelcasino: Baden-Baden

Das Casino im Kurhaus von Baden-Baden ist eine Legende unter den deutschen Spielbanken. Wie andere Orte, die im 19. Jahrhundert plötzlich zu gefragten Kurorten und Heilbädern für Gutbetuchte aufstiegen, suchte auch Baden-Baden nach weiteren Angeboten und Unterhaltungsmöglichkeiten für die Kurgäste. Schon 1801 wurden erstmals Konzessionen für Glücksspiele erteilt, mit denen sich die Gäste des Markgrafen Karl Friedrich von Baden in seiner Sommerresidenz unterhalten sollten. Das heutige Casino wurde 1824 im damaligen Promenadenhaus eingerichtet, dem heutigen Kurhaus. Im Laufe des 19. Jahrhunderts gab sich die internationale Prominenz in Baden-Baden die Klinke in die Hand und machte die Stadt zur Sommerhauptstadt Europas. Zu dieser Zeit wurde auch die Galopprennbahn im benachbarten Iffezheim gegründet, auf der Zocker heute noch auf Pferde wetten können. Als das neue Deutsche Reich 1872 das Glücksspiel verbot, war es zunächst vorbei mit Baden-Badens Beliebtheit. Heute darf wieder gezockt werden und noch immer schwebt der Geist vergangener Glanz und Gloria durch die prächtigen Belle-Epoque-Räume des Kurhauses. Um ein jüngeres Publikum anzulocken, werden an den Wochenenden Clubabende mit DJs veranstaltet.

Ein wenig Vorbereitung ist notwendig. Wer mit klassischen Casinospielen wie Roulette oder Black Jack nicht vertraut ist, kann vorab in einem Online-Casino üben und sich mit den Spielregeln vertraut machen. Da es inzwischen recht viele entsprechende Angebote gibt und nicht alle von ihnen seriös sind, kann es sinnvoll sein, vorab Testberichte zu einzelnen Casinos zu studieren.

Im "echten" Casino ist es sinnvoll, sich mit dem Dress Code des Casinos, aka den Einlassbestimmungen vertraut zu machen. So sollten Herren in Sakko und mit Krawatte erscheinen. Für das Automatencasino gelten diese Regeln nicht, allerdings entfaltet sich hier auch nicht das unvergleichliche Flair des echten Casinos. Daneben bietet Baden-Baden natürlich noch eine ganze Reihe weiterer Attraktionen für einen gelungenen Wochenendtrip, z. B. sehenswerte Museen wie das Fabergé-Musuem und die Stiftung Frieder Burda.  Die modernen Caracalla-Thermen stehen auch Nicht-Kurgästen für entspannte Stunden im gesunden Thermalwasser von Baden-Baden offen.

Casino Monte Carlo: Eleganter wird es nicht

Jenseits der deutschen Grenzen ist das legendäre Casino von Monte Carlo im Fürstentum Monaco zweifellos der beste Ort für einige Stunden gepflegtes Spielvergnügen. Hier wandeln Besucher obendrein tatsächlich auf den Spuren von James Bond, denn im Spielcasino wurden schon Szenen für mehrere James Bond-Filme gedreht, zuletzt – wie könnte es anders sein? – für "Casino Royale" mit Daniel Craig.

Wie in Baden-Baden entstand auch die Spielbank in Monte Carlo im 19. Jahrhundert, als Urlaubsorte neue Attraktionen für ihre Gäste suchten. Mit dem Bau wurde der Architekt Charles Garnier beauftragt, der auch die damals neue prachtvolle Oper in Paris schuf (die heute als Palais Garnier bezeichnet wird). Damals reichte die Rückseite des Spielcasinos übrigens noch direkt bis ans Mittelmeer, sodass die Gäste zwischendurch frische Luft am Meer schnappen konnten. Durch die Landgewinnungsprojekte in Monaco liegen heute Grünflächen dazwischen, die den überbauten Larvotto-Tunnel verstecken. Für die prunkvollen Spielsäle in Monte Carlo gelten die gleichen Dress Codes wie für Baden-Baden.

Wer nicht unbedingt im teuren Fürstentum wohnen möchte, sollte für den Wochenendtrip ein Hotel in einem der französischen Nachbarorte wie Menton oder Beaulieu-sur-Mer buchen. Mit Linienbussen und Regionalbahnen ist Monaco in kürzester Zeit erreicht. Dazu bieten sich viele andere Ausflugsziele an der Côte d'Azur wie die Stadt Nizza mit Museen und Einkaufsmöglichkeiten an und das malerische Hinterland in den Bergen.


Bild: ©istock.com/Arsty

Weitere Reiseziele in aller Welt für Casinofreunde

Europas klassische Spielcasinos wie Baden-Baden und Monte Carlo sind in ihrer Eleganz unvergleichlich. In anderen Regionen der Welt gibt sich das Glücksspiel lässiger. Keine Vorstellung mehr braucht Las Vegas, das amerikanische Zockerparadies in der Wüste Nevadas. Mit seinen spektakulären Hotelanlagen, Unterhaltungsshows, Shopping Malls und Ausflugszielen wie dem Grand Canyon ist es für viele noch immer die Nummer Eines unter den Casino-Städten.

Dabei hat das südchinesische Macau Las Vegas längst den Rank als Glücksspielstadt Nummer Eins abgelaufen. Die ehemalige portugiesische Kolonie beeindruckt mit überwältigendem Pomp und riesigen Hotelbauten wie dem Grand Lisboa in Form einer Blume und dem von Zaha Hadid entworfenen Morpheus. Ein oder zwei Tage in Macau lassen sich perfekt mit einem Aufenthalt im benachbarten Hong Kong verbinden, wo auch die Interkontinentalflüge aus Europa ankommen.

News von: Jakob Baumgärtel, 20.11.2018

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