oder kostenlos bei uns mitmachen

Ratgeber & Service

image

Steuererklärung rechtzeitig abgeben

Bildquelle: Pixabay.com © falco (CC0 1.0)

Die Steuererklärung ist etwas, dem viele Menschen skeptisch gegenüberstehen. Die Angst, etwas falsch zu machen ist groß; niemand möchte sich ungerechtfertigter Weise den Vorwurf machen lassen, Steuern hinterzogen zu haben, weil nicht alle Angaben der Richtigkeit entsprechen. Bevor jedoch der Bogen ausgefüllt wird, gibt es weitere Punkte, die beachtet werden müssen.

Pflicht zur Steuererklärung
Zunächst ist zu klären, ob überhaupt eine Steuererklärung notwendig ist. Nicht jeder ist dazu verpflichtet. Wer allerdings

  • • einen Nebenjob hat und damit mehr als 410 Euro monatlich einnimmt,
  • • Arbeitslosengeld, Eltern- oder Krankengeld in der gleichen Höhe erhalten hat,
  • • mehrere Jobs nebeneinander laufen lässt,
  • • verheiratet ist und gemeinsam mit dem Ehepartner veranlagt wurde, die Steuerklassen 3 und 5 gewählt haben sowie beide im Berufsleben stehen,
muss in jedem Fall jedes Jahr die Steuererklärung ans zuständige Finanzamt schicken. Um die Erklärung für das Jahr 2013 abzuliefern, besteht noch etwas Zeit. Bis zum 31. Mai 2014 muss sie beim Finanzamt abgegeben werden. Wer vorher bereits absehen kann, dass der Termin nicht eingehalten werden kann, sollte sich rechtzeitig bei seinem Sachbearbeiter melden und den Sachverhalt erklären. Es ist im Allgemeinen kein Problem, einen Aufschub zu bekommen. Wird die Hilfe von einem Lohnsteuerhilfeverein in Anspruch genommen oder ein Steuerberater beauftragt, wird generell mehr Zeit zur Verfügung gestellt. Bis zum 31. Dezember 2014 können sich die Steuerzahler dann Zeit lassen.

Freiwillig die Unterlagen abgeben
Wer nicht verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, kann dies freiwillig tun. In vielen Fällen kommt es zu einer Rückerstattung, sodass sich der Aufwand durchaus lohnt.
  • • Lag eine schwere Krankheit vor?
  • • Hat der Antragsteller geheiratet, sich scheiden lassen oder ein Kind bekommen?
  • • Mussten Beiträge in Vorsorgeaufwendungen (zum Beispiel die Altersvorsorge oder Krankenversicherung) geleistet werden?


Bildquelle: Steuern ... 10/52 on Flickr.com © by Skley (CC BY-ND 2.0)

Rechtzeitige Vorbereitung lohnt sich
Diese und weitere Punkte können dazu führen, dass Steuern zurückerstattet werden. Bei der freiwilligen Steuererklärung müssen sich die Personen nicht sehr beeilen: Vier Jahre haben sie Zeit, um die Unterlagen einzureichen. Allerdings ist es durchaus ratsam, die Schriftstücke möglichst schnell auszufüllen und Belege zu ordnen; je mehr Zeit vergeht, desto niedriger ist im Allgemeinen die Motivation, sich aufzuraffen und nachzuvollziehen, wo die Quittung für des PCs ist, der vor vier Jahren gekauft wurde.
Eine Möglichkeit, wenn die Zeit knapp wird, ist, die Steuererklärung nur soweit auszufüllen, wie es in kurzer Zeit möglich ist. Der Mantelbogen mit den persönlichen Angaben sowie Zahlen zum Bruttoarbeitslohn und Lohnsteuer (Anlage N) reichen vorerst aus, um das Finanzamt zu beschwichtigen. Nun wäre es aber falsch abzuwarten bis das Amt sich meldet und nachfragt. Im eigenen Sinne sollten die fehlenden Unterlagen möglichst schnell nachgereicht werden.
Wie die Übermittlung der Daten erfolgt, ist für das Finanzamt nicht entscheidend. Wer mag, benutzt die herkömmlichen Bögen aus Papier; eine schnellere Übertragung ist allerdings mit ELSTER möglich. Auf dem Markt gibt es außerdem hilfreiche Software-Lösungen von Lexware, die für die Steuererklärung genutzt werden können.

Sortieren der Quittungen
Damit Ausgaben anerkannt und Steuern zurückerstattet werden, ist es notwendig, Quittungen zu sammeln. Wer lediglich 20 Belege pro Jahr abrechnen will, wird nur wenige Minuten damit verbringen müssen, diese zusammenzurechnen oder zu ordnen. Aufwendiger wird es allerdings, wenn Ende des Jahres mehr als 100 Belege erfasst werden müssen.
Um den Zeitaufwand für das Sortieren am Ende des Jahres möglichst gering zu halten, ist es sinnvoll, jeden Beleg sofort einzuordnen. Je nach Menge gibt es verschiedene Möglichkeiten:
  1. 1. Bei nur wenigen Belegen ist ein Karton vorerst ausreichend. Hier können sie gesammelt werden, sodass am Ende des Jahres mit einem Griff alles zur Hand ist.
  2. 2. Wer sich die Sortierung nach Monaten ersparen möchte, legt in den Karton zwölf Briefumschläge, die nach Monaten beschriftet sind.
  3. 3. Übersichtlicher wird es, wenn ein Ordner für jedes Jahr angelegt wird. Jeder Monat erhält eine getrennte Einteilung; diese Methode hat den Vorteil, dass die Quittungen bereits chronologisch sortiert sind und sehr wenig Arbeit entsteht.
  4. 4. Nicht nur nach Datum, sondern auch nach den Punkten persönliche Ausgaben, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen werden die Ausgaben dokumentiert und den Einkünften gegenübergestellt.

Nur eigene Quittungen verwenden
Auf keinen Fall sollten die Steuerzahler der Versuchung erlegen, Quittungen von Freunden anzunehmen und bei der Steuererklärung als eigene Ausgabe anzugeben. Kommt es zu Nachfragen und können keine einleuchtenden Antworten gegeben werden, kann eine Anzeige daraus resultieren. Hieraus folgt dann eine Anklage wegen Steuerhinterziehung.

News von: Jakob Baumgärtel, 27.03.2014

CITY-TIPPS

  • location_flyer

    Sun Side

    Alter Markt 48
    Mönchengladbach
  • location_flyer

    L'OSTERIA

    Schleswiger Str. 34
    Mönchengladbach
  • location_flyer

    Die Nacht

    Waldhausener Str. 25
    Mönchengladbach