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Ratgeber & Service

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Spartipps für schwere Zeiten

Die Finanzen im Griff behalten trotz Corona

In Zeiten der Corona-Pandemie sind viele dazu gezwungen, jede Investition genau abzuwägen.

Bildquelle: 777546 / Pixabay.com

Die Corona-Pandemie hat uns allen gezeigt, wie schnell und unerwartet sich das komplette Leben von einem auf den anderen Tag verändern kann. Ob jemand gut oder schlecht durch diese Krise kommt, ist zwar ein wenig von der individuellen Anpassungsfähigkeit abhängig. Zu größten Teilen ist es jedoch einfach auch Glück, denn manche Branchen sind einfach härter davon betroffen als andere. Diese Spartipps können im Bedarfsfall dem Einen oder Anderen vielleicht ein bisschen weiterhelfen.

Unterstützungsleistungen vom Staat und Land unbedingt in Anspruch nehmen

Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung einige Maßnahmen beschlossen, die Betroffenen möglichst schnell helfen sollen. Wer durch die Pandemie seinen Job und damit seine wirtschaftliche Existenz verloren hat oder nicht mehr genug verdient, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, kann beispielsweise beim Jobcenter Arbeitslosengeld II beantragen. Das Bundeskabinett hat dafür einen erleichterten Zugang beschlossen, der in dieser Form noch mindestens bis zum Ende des Jahres 2021 aufrecht bleiben soll Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es für Betroffene eine zusätzliche Einmalzahlung in der Höhe von 150 Euro.

Viele Familien haben es aktuell besonders schwer. Das betrifft nicht nur die finanzielle Situation, sondern stellt die Betroffenen auch vor besondere emotionale Herausforderungen. Beispielsweise, wenn es gilt, den eigenen Job im Home-Office zu erledigen, während gleichzeitig die Kinder im Homeschooling unterrichtet werden müssen. Zumindest finanziell hilft hier das Bundesministerium für Arbeit und Soziales jenen weiter, die keine digitalen Endgeräte für die Teilnahme am Unterricht besitzen. Beim Jobcenter gibt es in diesem Fall einen Zuschuss von bis zu 350 Euro.

Neben den bundesweiten Maßnahmen gibt es in jedem Bundesland unterschiedliche Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen. So gibt es beispielsweise in Hamburg einen Nothilfefonds für Sportvereine. Im Einzelnen sind die Maßnahmen auf der Webseite des jeweiligen Bundeslandes zu finden.

Nicht erforderliche Investitionen lieber zweimal überdenken

Außergewöhnliche Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Deswegen ist es wichtig, die nächste Zeit besonders vorausschauend und budgetschonend zu planen. Das bedeutet, wirklich nur jene Dinge zu kaufen, die tatsächlich erforderlich sind. Dazu gehört eventuell neue Kleidung für die eigenen Kinder, wenn wieder einmal ein Wachstumsschub dies erforderlich macht oder eine neue Waschmaschine, weil es sich nicht mehr lohnt, das alte Modell noch ein fünftes Mal zu reparieren.

Bei diesen Besorgungen sollte jedoch dennoch genau nach entsprechenden Aktionen Ausschau gehalten werden. Auf Schnäppchenportalen wie beispielsweise „Mein Deal“ sind die jeweils aktuellen Angebote übersichtlich zusammengefasst. Nicht zu den wichtigen Besorgungen zählen Dinge wie Spiele für die neue Konsole oder noch ein drittes Streaming-Abo neben Netflix und Sky X. Das heißt aber nicht, dass es deshalb erforderlich ist, auf alle Vergnügungen zu verzichten. Denn im Internet gibt es auch immer wieder Kostenloses abzustauben. Aktuell ist es beispielsweise möglich, sich ein paar kostenlose Play at Home Spiele für die Playstation herunterzuladen.

Mit günstigen Weiterbildungsangeboten in sich selbst investieren

Investitionen sollten in Krisenzeiten zwar sorgfältig überdacht werden, doch in sich selbst und seine eigene Weiterbildung zu investieren, ist grundsätzlich immer eine gute Idee und ganz besonders jetzt, wo einige auch wirklich zum Nichtstun vergattert werden. Dabei muss es sich nicht gleich um übermäßig teure Seminare handeln. Auf Plattformen wie beispielsweise Udemy gibt es tausende von Kursen zu den unterschiedlichsten Themengebieten, die teilweise bereits für weniger als 20 Euro angeboten werden. Udemy ist vor allem bekannt für seine häufigen Aktionszeiträume, in denen eine Vielzahl der vorhandenen Seminare zu einem stark vergünstigen Preis angeboten werden.

Auf LinkedIn gibt es sogar eine gute Auswahl an kostenlosen Seminaren. Wer beispielsweise immer schon einmal wissen wollte, wie genau die Erstellung von Pivot-Tabellen in Excel funktioniert, hat hier in einem knapp vierstündigen Kurs die Möglichkeit dazu, genau das zu erlernen. Ein insgesamt 13teiliges Seminar gibt Interessierten die Möglichkeit, seine Skills zum Thema Projektmanagement auf- beziehungsweise auszubauen, ohne dafür auch nur einen Cent investieren zu müssen.

Auch zahlreiche Universitäten haben kostenlose Kurse in ihrem Angebot. Bei der TU München gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, das objektorientiere Programmieren in einem sechswöchigen Kurs zu erlernen. Wer sich allgemein für die Herausforderungen der Zukunft rüsten möchte, kann dies beim Kurs „Future Skills“ an der Social Entrepreneur Akademie im Rahmen eines zweiwöchigen Kurses machen.

Gebraucht statt neu kaufen – und verkaufen, was keiner benötigt!

Es muss nicht immer alles neu sein. Vor allem elektronische Geräte wie Laptops oder Smartphones sind oftmals gebraucht in gutem Zustand zu wesentlich günstigeren Konditionen erhältlich. Die Preise liegen dabei um bis zu 80 Prozent unter jenen von neuen Geräten. Auch Kleidung wird immer öfter im gebrauchten Zustand erworben. Das Motto hier lautet: lieber hochwertig und aus zweiter Hand als billige Ramschware aus minderwertiger und fragwürdiger Produktion.

Der Kauf gebrauchter Geräte und Kleidung ist nicht nur aufgrund von finanziellen Einschränkungen eine gute Idee, sondern hilft in Zeiten des Klimawandels auch dabei, die Lebensdauer der dafür eingesetzten Rohstoffe deutlich zu erhöhen und beugt vor allem bei Textilien oftmals unnötiger Tierquälerei vor. Deshalb gibt es hier einen regelrechten Boom und zahlreiche Menschen haben sich die neue Bescheidenheit zu einem regelrechten Sport gemacht.

Wenn der finanzielle Engpass gerade besonders groß ist, kann dieser Boom auch für die eigenen Zwecke genutzt werden. Denn schließlich gibt es nicht nur die Möglichkeit, Gebrauchtes zu kaufen, sondern auch zu verkaufen. Bei einem Rundgang durch die Wohnung sollte sich bei jedem Gegenstand die Frage gestellt werden, wann dieser das letzte Mal benutzt wurde. Ist das schon mehr als ein bis zwei Jahre her, dann handelt es sich dabei um ein potenzielles Verkaufsobjekt.

Selber machen statt kaufen

Um die eigene Zeit speziell während Corona sinnvoll zu nutzen, können einfache Produkte des Alltags selber hergestellt werden. Bei Produkten wie Waschmittel, Zahncreme und Putzmittel für die Wohnung lässt sich auf diese Art und Weise nicht nur viel Geld sparen, durch die Eigenerzeugung ist zusätzlich auch noch bekannt, welche Rohstoffe für die Produktion verwendet wurden. Auch das Frühstück lässt sich selber herstellen. Denn mit ein wenig Geduld und Geschick ist jeder dazu in der Lage, sein eigenes Brot zu backen oder die eigene Marmelade zu mixen.

 

News von: Jakob Baumgärtel, 07.04.2021

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