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Sicher ins Referendariat - Welche Absicherung ist jetzt wichtig?

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Das Referendariat - eigentlich der Anfang einer jeden Karriere. Das Lehramtsreferendariat bedeutet nämlich den Start in die "zweite Phase" der Lehrerausbildung, sprich den sog. Vorbereitungsdienst für das Lehramt an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Ein neuer Lebensabschnitt, der natürlich Veränderungen und darüber hinaus auch Vorsorgebedarf mit sich bringt. Wie kann ich mich selbst optimal versichern und welche Versicherungen sind überhaupt sinnvoll? Welche Versicherungsgruppe ist ideal? Mit diesen Fragen sieht man sich konfrontiert, wenn man beim Start ins Arbeitsleben nicht gleich einen Fehlstart hinlegen möchte.

Absicherung im Krankheitsfall

Während Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Zuschuss zur Krankenversicherung erhalten, bekommen Referendarinnen und Referendare diesen Zuschuss eben nicht. Letztere sind nämlich beihilfeberechtigt und der Dienstherr beteiligt sich folglich an den Krankheitskosten. Je nach Familienstatuts variiert dieser Beitrag zwischen 50 und 70 Prozent.
Während des Referendariats werden daher auch von einigen Versicherern für zukünftige Beamte spezielle Ausbildungstarife mit einem besonders günstigen Schutz für die Zeit während des Referendariats angeboten. Ein Beihilfeergänzungstarif kann als Kombination dazu genutzt werden, um damit Leistungen abzudecken, die die Beihilfe nicht übernimmt.
Interessant ist, dass manche Versicherer nach Ablauf eines Kalenderjahres einen Teil der Beiträge zurückzahlen, sofern man Leistungen erst gar nicht in Anspruch genommen hat.

Absicherung der Arbeitskraft

Arthur Schopenhauer meinte einst: "Gesundheit ist gewiss nicht alles, doch ohne Gesundheit ist alles nichts". Damit spricht er die Gesundheit als unser wertvollstes Gut an. Das Motto „mir passiert schon nichts“ sollte daher nicht als Ausrede gelten, denn man sollte keinesfalls unterschätzen, wie häufig und vor allem auch mit welcher Nachwirkung ein dauerhafter Ausfall der Arbeitskraft durch Unfall oder Krankheit – vor allem auch bei jungen Leuten – auftreten kann. Referendarinnen und Referendare unterliegen diesbezüglich den beamtenrechtlichen Regelungen. Demnach sind sie dienstunfähig, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Dienst für eine bestimmte Dauer nicht ausüben können.

Die Einstufung als dienstunfähig oder nicht, erfolgt nach Bewertung der Prüfungskriterien vonseiten des Dienstherrn. Er ist es also, der die Beamtin / den Beamten entlassen, in den Ruhestand versetzen oder die Arbeitszeit reduzieren kann. Dabei ist für Referendarinnen und Referendare ganz wichtig zu beachten, dass ein Versorgungsanspruch erst nach fünf Dienstjahren greift. Das bedeutet also, dass Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärter im Falle der Dienstunfähigkeit (bspw. aus gesundheitlichen Gründen) nur unzureichend oder gar nicht versorgt sind. In extremen Fällen kann dies gar die Entlassung nach sich ziehen. Eine optimale Absicherung mit einer sog. "echten Beamtenklausel" ist damit unabdingbar. Somit kann gewährleistet werden, dass sich der Versicherer - unabhängig von der Entscheidung des Dienstherrn - auf Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen anschließt und somit seine Leistungspflicht anerkennt.

Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung bietet Schutz gegenüber Forderungen bei Schadensersatzansprüchen. Lehrkräfte oder Referendarinnen und Referendare benötigen diesbezüglich neben der Privat-Haftpflichtversicherung eine besondere Haftpflichtversicherung, die für Schäden während der Ausübung des Amtes aufkommt und auch Regressansprüche des Dienstherrn abwehrt. Dabei ist eine angemessene Höhe der Versicherungssummen wichtig zu beachten. Für Personenschäden sollten demnach mindestens 20 Millionen Euro abgesichert sein, denn gerade hier liegen die Schadensersatzansprüche oft sehr hoch. Im Falle des Schuldienstes ist außerdem das Risiko "Schlüsselverlust" unbedingt mit einzuschließen.

News von: Jakob Baumgärtel, 11.10.2021

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