oder kostenlos bei uns mitmachen

Ratgeber & Service

image

Das autarke Haus - die Lösung für Unabhängigkeit?

Bildquelle: Manfred Antranias Zimmer / pixabay

In dicht besiedelten Städten wie Dortmund im Ruhrgebiet oder Neuss bei Düsseldorf ist Bauland schon seit Jahren knapp. Die eigenen Wünsche beim Hausbau zu verwirklichen, ist entsprechend nicht immer einfach. Einige Menschen sehnen sich danach, unabhängig von Versorgern und Dienstleistern zu sein und ihr Eigenheim eigenständig zu betreiben. Ein autarkes Haus ist eine mögliche Lösung für komplette Unabhängigkeit. Was ein autarkes Haus genau ist, welche Vorteile ein autarkes Haus hat und welche Nachteile es mit sich bringt, erfahren Sie hier.

Was ist ein autarkes Haus?
Der Begriff "autark" bedeutet unabhängig. Bezogen auf ein Haus bedeutet das, dass es gänzlich unabhängig von externer Versorgung ist. Das heißt, keine externe Strom- oder Wasserversorgung und auch keine Abwasserentsorgung. Da die Bauvorschriften in Deutschland streng und restriktiv sind, ist es schwierig, ein komplett autarkes Haus zu bauen. Aus diesem Grund müssen Menschen, die autark bauen möchten, die bestmöglichen Kompromisse für ihr autarkes Haus finden. Eine Möglichkeit bietet zum Beispiel der Anbieter Bio-Solar-Haus. Das Unternehmen baut ökologische Häuser nach dem Haus-im-Haus-Prinzip. So verzichtet es beispielsweise auf aufwändige Lüftungsanlagen oder Öl- bzw. Gasheizungen. Häuser werden hier so ökologisch und nach Wunsch so autark wie möglich gebaut.

Ein autarkes Haus bauen: Die Vorteile
Menschen möchten möglichst lang, gesund und unabhängig in ihrem Eigenheim leben. Wenn die Versorgung des Hauses eigenständig erfolgt, entfällt die Abhängigkeit von Dienstleistern und Zulieferern. Auch die Kostenstrukturen der öffentlichen Versorgung sind nicht relevant, da keine externe Versorgung benötigt wird. Nach hohen Erstinvestitionen können durch eine autarke Versorgung so viele Kosten gespart werden. Eine eigene Solaranlage sorgt anstatt von den örtlichen Stadtwerken für den Strom, ein Auffangsystem für Regenwasser sorgt für die Trinkwasserversorgung. So können nicht nur langfristig die Kosten gesenkt werden, sondern auch die Herkunft und Qualität der Versorgungsleistungen liegt in der eigenen Verantwortung.

Nachteile eines autarken Hauses
Wer ein autarkes Haus baut oder bauen lässt, geht damit einige Risiken ein. Das wohl größte Risiko ist ein Versorgungsausfall. Gibt es beispielsweise Probleme mit der Photovoltaikanlage, fällt der gesamte Strom so lange aus, bis das Problem behoben ist. Auch mit der Wasserversorgung kann es unter Umständen Probleme geben. Besonders durch den Klimawandel sind Trockenperioden wahrscheinlicher und häufiger geworden. Bei einer langen Trockenperiode kann der Wasserspeicher irgendwann leer sein. Ausfälle gehen in einem autarken Haus schnell mit größeren Problemen einher: Fällt der Strom aus, ist nicht nur das Licht aus, sondern auch der Kühlschrank und der Herd. Fehlt die Anbindung an die externe Versorgung, gibt es in solchen Fällen schnell ernsthafte Probleme bei der Versorgung.

Der Mittelweg: Autark mit Anbindung an das externe Versorgungsnetz
Der Wunsch vieler Menschen nach mehr Autarkie ist durchaus verständlich. Dennoch dürfen die Risiken dabei nicht vernachlässigt werden. Ist ein Haus nicht an die externe Versorgung angebunden, gibt es bei Ausfällen schnell ernsthafte Probleme. Ein guter Mittelweg ist daher eine weitgehend autarke Versorgung mit Anbindung an das externe Netz. So können Strom oder Wasser weiterhin autark gewonnen werden. Kommt es aber zu Versorgungsengpässen, springt ein externer Versorger ein und liefert Strom und Wasser. Das sorgt für mehr Sicherheit.

 

News von: Jakob Baumgärtel, 03.11.2020

CITY-TIPPS