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Bedrängt Corona des Deutschen Liebe zum Bargeld?

Bildquelle: Steve Buissinne

Unser Umgang mit Bargeld hat sich im Zuge der Pandemie verändert. Soziale Distanzierung hat in Zeiten von Corona Priorität. Das ist etwas, was wir in unserem Alltag immer wieder erfahren müssen. Unter anderem beim Einkaufen im Supermarkt kommt es inzwischen oft vor, dass das Bezahlen mit Bargeld nicht gerade positiv aufgefasst wird. Verwunderlich ist das nicht. Schließlich setzen sich Kassierer während ihrer Arbeit immer einem gewissen Ansteckungsrisiko aus und dieses erhöht sich nun mal mit jedem Kunden, der in bar statt kontaktlos per Kreditkarte oder Smartphone bezahlt.

Solche Vorfälle zeigen gut auf, dass sich unser Umgang mit Münzen und Scheinen verändert. Doch damit Sie das Ganze besser nachvollziehen können, sollten wir am besten einen Blick auf die Bargeldsituation in Deutschland werfen.

Deutsche lieben Bargeld nach wie vor

Trotz der derzeitigen Pandemie steht außer Frage, dass die meisten Menschen in Deutschland eine positive Meinung über Bargeld haben. Anders als beispielsweise in Schweden sind die Deutschen weit weniger dazu bereit, das Bargeld abzuschaffen. Dazu reicht bereits ein Blick auf das Bargeld im Umlauf aus. Wie Statistiken zeigen, ist in der Eurozone nach den USA das meiste Bargeld im Umlauf; ein beträchtlicher Anteil davon befindet sich in Deutschland. Angesichts der starken Wirtschaft ist das nicht verwunderlich. Allerdings sollten die Deutschen ihre Liebe zum Bargeld überdenken. Schließlich hat es nicht nur Vorteile. Die Auswirkungen der Pandemie gehen nämlich noch um einiges weiter. Es geht nicht nur um soziale Distanzierung.

Konjunkturpaket der Bundesregierung ist ein notwendiges Risiko

Die deutsche Wirtschaft hat sehr unter den Folgen der Gesundheitskrise gelitten und dieser Schaden soll durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung aufgefangen werden. Grundsätzlich ist das auf jeden Fall eine gute Sache. Unter anderem die Reise- und Touristik-Branche ist auf Hilfe angewiesen. Allerdings sollten wir nicht außer Acht lassen, dass für diesen Zweck viel Geld gedruckt wird. Das wiederum könnte theoretisch zu einer Inflation führen. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern. Es stellt sich daher die Frage, ob es nicht Alternativen zum Bargeld gibt. Im Grunde ist das bereits jetzt der Fall.

Alternative Bezahlmethoden gewinnen an Zulauf

Trotz der Beliebtheit des Bargelds gewinnen alternative Bezahlmethoden an Zulauf und das Ganze wurde durch die Pandemie weiter vorangetrieben. Diesbezüglich gilt es vor allem das Bezahlen mit dem Smartphone und digitale Währungen zu nennen. Smart Payment ist in Deutschland bisweilen noch nicht so üblich, wie es beispielsweise in einigen technologisch entwickelten Ländern Asiens der Fall ist. Allerdings scheinen wir auch hierzulande langsam zu begreifen, welche Vorteile das Bezahlen mit dem Smartphone mit sich bringt. Digitale Währungen sind nicht weniger attraktiv. Das liegt vor allem daran, dass deren Inflationsrisiko äußerst gering ist. Zumindest bei Währungen wie dem Bitcoin, deren Stückzahl limitiert ist. Nicht ohne Grund gibt es viele Anleger, die in Bitcoin und andere digitale Währungen investieren. Sollte es nämlich zu einer Inflation kommen, könnten sich Kryptowährungen, entgegen ihrem jetzigen Ruf, als sicherer Hafen herausstellen.

 

News von: Jakob Baumgärtel, 09.07.2020

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