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NEWS - Regional

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Welcome in Regensburg - Der Bahnhof, die Augen der Stadt

Stadtgeschichte

Er ist im Laufe der Zeit ein Stück gewandert – der Bahnhof Regensburgs. Im Jahr 1888 stand er noch etwa 100 Meter südlich entfernt. Bahnfahren kann man als Regensburger seit 1859. Seitdem besuchen Menschen unsere Stadt. Und erblicken sie von hier aus. Der Bahnhof – die Augen auf Regensburg.

Erfreulich: Seit 2004 hat er durch den Arcaden-Steg endlich auch eine Verbindung in den Süden der Stadt erhalten. Bis dahin waren die Gleise wie ein Rücken zum Galgenberg.


 

Wenn wir diese Körperhaltung einnehmen, worauf blicken dann unsere Augen? Richtung Maxstraße. Links St. Emmeran, Park, unser Schwammerl… rechts ganz traurig Das Peterskirchlein, dann die Galgenbergbrücke und das geschäftige Ein- und Aussteigen mittels Bussen in der Albertstraße. Wie unterschiedlich sich doch die Stadt von seinem ersten Moment an zeigt. Jetzt soll es anders, hübscher werden. Die Stadtplanungen zielen auf mehr Begrünung und eine Stadtbahn. Bis es soweit ist, wird es noch holpern im Anblick. Erst einmal kommt ein Interims-Bahnhof an den Ernst-Reuter-Platz und uns erwartet eine Baustelle. Den Geschäften im Bahnhof sind die Daumen zu drücken, dass sie den Wandel gut verkraften. Nun, es geht vor allem ums Essen bei den Shops, ein bisschen Buch und Presse ist noch dabei. Bauch- und Kopfnahrung für die Gäste.
 

Wenn nun in den nächsten Jahrzehnten ein Straßenbahnnetz vom Bahnhof aus wachsen soll, dann ist dies als ob die Fortbewegung über Schienen eine Renaissance für Regensburg erfährt. Apropos Renaissance: Auch das Gebäude des Bahnhofs ist vom Stil dieser Epoche inspiriert.


 

Wofür steht Renaissance? Das französische Wort bedeutet Wiedergeburt. Ausgehend von den Städten Norditaliens beeinflussten die Künstler und Gelehrten die Künste. Für die Architektur wirkte sie sich als Rückbesinnung auf klare Ordnung und strenge Formen aus. Na, hoppla, Norditalien? Ist es Zufall, dass wir Regensburg die nördliche Stadt Italiens nennen? Vielleicht liegt es nicht nur am Lebensgefühl in der Donaustadt? Vielleicht kann man auch dem Bahnhof ein bisschen die „Schuld“ geben. Und denkt man bei Renaissance auch vor allem an den großen Wissenschaftler Leonardo da Vinci (1452 – 1519), so ist der Gedankensprung zum großen Regensburger Wissenschaftler Johannes Kepler (1571 – 1630) nicht weit. Und ebenso sind es die Schritte vom Bahnhof zum Kepler-Areal am Ernst Reuter Platz nicht. Unser Kepler! Er erkannte, dass sich die Planeten um die Sonne bewegen (Keplersche Gesetze). Er ließ uns Menschen damit auch sehen, dass die Erde nicht der Nabel des Universums ist. Und ebenso ist Regensburg nicht der Nabel der Welt. Aber lassen wir ihm ein schönes Gesicht verleihen mit einem erneuertem Bahnhofsareal, vom dem aus die Besucher mit einem schönen Blick auf die Innenstadt eingeladen werden.
 

Die Zukunft Regensburgs – sie hängt auch in Teilen vom Bahnhof und seiner Entwicklung ab. Tun wir das Beste dafür!

News von: _red, 22.09.2020

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