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Interview - Reiner Breuer

Zu Besuch beim Bürgermeister

Vor beinahe sieben Jahren wurde Reiner Breuer (SPD) mit großer Mehrheit zum Bürgermeister von Neuss gewählt. Entsprechend gut gefüllt ist sein Terminkalender seitdem – und umso mehr freut es uns, dass er sich für unsere Fragen einmal mehr persönlich Zeit genommen hat! In unserem Interview geht es um die Entwicklungen der Vergangenheit und Potentiale der Zukunft, gerade vor dem Hintergrund einer möglichen Wiederwahl. 

 

 

Herr Breuer, seit mehr als sechs Jahren sind Sie inzwischen Bürgermeister. Welche Ihrer ursprünglichen Vorhaben konnten Sie seitdem umsetzen?

Eine abschließende Aufzählung würde nun eher schwerfallen. Angetreten bin ich damals allerdings unter dem Motto „Neuss bewegen“ - und ich denke, dass sich Neuss tatsächlich in die richtige Richtung bewegt. Vieles ist angestoßen; natürlich nicht alles vollendet, was nicht zuletzt über zwei Jahren Corona geschuldet ist. Gleichzeitig hat diese Krise die solidarische Stadtgesellschaft herausgestellt, die Neuss auszeichnet und an der ich weiterarbeiten möchte.

 

Weitermachen will ich auch mit der Entwicklung hin zu einer zukunftsfähigen Stadt, wobei mir der bezahlbare Wohnraum im Bereich der sozialen Themen besonders wichtig ist. Schon jetzt sind viele Kräne im Stadtbild zu sehen. Es werden noch mehr, da 2022 auch das Jahr der Arbeit sein wird. Ich gehe zudem davon aus, dass wir ein großes Areal direkt am Hauptbahnhof spätestens 2023 weiterentwickeln können; ein lebenswertes, zentrales und nachhaltiges Quartier mit bis zu 500 Wohneinheiten soll entstehen.

 

Was genau hat es mit dem andernorts auch schon erwähnten „Jahr der Arbeit“ auf sich?

Natürlich heißt das nicht, dass bisher keine Arbeit geleistet worden ist. Es bezieht sich darauf, dass wir momentan viele Bälle in der Luft haben und diese nun in die passende Stoßrichtung bewegen müssen. 

 

Eine dritte Amtszeit ist also angepeilt?

Zunächst befinde ich mich mitten in meiner zweiten. Gleichzeitig haben wir so viele Projekte auf den Weg gebracht, dass ich durchaus das Gefühl habe, eine dritte zu brauchen, um sie auch zu vollenden. Spaß habe ich allemal – sofern die Bürger und Bürgerinnen weiter überzeugt sind und ich die nötige Energie aufbringen kann, gehe ich gern auch über eine dritte Amtszeit hinaus. Als gebürtiger Neusser gehört meine ganze Leidenschaft der Stadt und meiner Familie, wobei es sehr wertvoll ist zu spüren, damit nicht alleine zu sein. Sicherlich geht man als Bürgermeister meist voran, aber ich weiß darüber hinaus viele Leute neben mir, an meiner Seite. Selbst parteiübergreifend. 

 

Entsprechend regelmäßig sind Sie mit den unterschiedlichsten Menschen der Region im Gespräch. Welche Wünsche werden dabei besonders häufig an Sie herangetragen?

Ein Dauerbrenner ist die Frage, wie wir Mobilität auf nachhaltige Art und Weise gewährleisten können. Der Wunsch, sich klimafreundlich fortbewegen zu können, etwa mit dem Fahrrad, ist bei vielen Leuten groß. Auf der anderen Seite steht die Aufrechterhaltung des motorisierten Individualverkehrs, inklusive Elektromobilität. Da gibt es noch Ausbaupotential. Darüber hinaus wollen wir den öffentlichen Personennahverkehr weiter als attraktive Alternative herausarbeiten, was auch die Preisgestaltung betrifft.

 

Grundsätzliches zum Abschluss: Wie würden Sie sich in einem Satz beschreiben?

Als lebensfrohen Neusser, der die Chance erhalten hat, seine Heimatstadt auch für andere Menschen positiv zu gestalten... und dafür dankbar ist!

 

 

Der Bürgermeister verwandelt Vorlagen

 

Auf dem Rennbahnparkgelände sehe ich in fünf Jahren einen Park für alle Neusser Bürgerinnen und Bürger, die dort Erholung finden und ihre Freizeit genießen können. Mit einer Bühne für große Events, die uns einen innerstädtischen Central Park für Neuss liefert.

 

Die Zukunft der Innenstadt hat großes Potential. Wir müssen gemeinsam an einer hohen Aufenthaltsqualität arbeiten, die Innenstadt weiter gut erreichbar ist und ein gutes Händlerangebot besteht.

 

In Neuss bin ich gerne im Rathaus, um in Diskussion treten zu können, wie wir eine eine Zukunft mit sozialem Zusammenhalt und ökologischer Erneuerung gestalten können. Wobei ich das gern auch außerhalb des Rathauses tue!

 

In zehn Jahren wird in Neuss immer noch Schützenfest gefeiert. Bürgermeister Reiner Breuer eröffnet das bunte Treiben mit dem Fassanstich.

 

Am meisten stört mich in Neuss

„Ein paar Menschen, denen es manchmal an rheinischer Gelassenheit und Toleranz fehlt“

 

Mein größter persönlicher Wunsch ist, diesen Jahr mal wieder einen schönen Urlaub ohne die Sorge einer neuen Krise verbringen zu dürfen. Dass wir alle wieder etwas zur Ruhe kommen.

News von: Anna Richter, 06.04.2022

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