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Jörg Enger – Neugier, die nie endet

Viele Menschen haben Träume, oder setzten sich Vorhaben, die jedoch nie umgesetzt werden und früher oder später im Nichts verpuffen. Dieser Mann gehört eindeutig nicht dazu, denn was er sich vornimmt das packt er an, und das mit vollem Einsatz. Jörg Enger ist sein Name und mit der Bezeichnung „Kult-Krefelder“ trifft man bei ihm genau ins Schwarze. Kaum ein kultureller Teilbereich ist zu finden, den er nicht ausprobiert, oder aktiv mitgestaltet hat. Geboren in St.Tönis, als ältester von drei Geschwistern, wuchs er in der Krefelder Innenstadt auf. Schon immer trug er eine Neugierde in sich und war vielseitig interessiert, besonders an Handwerk und kreativer Arbeit. Er nahm mehrere Jahre Gitarrenunterricht und hat sich im Boxen ausprobiert. Nachdem ihm sein Arzt, in Folge eines Sparringkampfes geraten hat es sein zu lassen folgte er der Anweisung und stieg kurzerhand auf American Football um und hat des Sport vier Jahre betrieben. Für Fußball hatte er, erfrischend männeruntypisch, nie viel übrig. 1983 nahm er bei einem Schulprogram teil und lebte ein Jahr als Austauschschüler bei einer Familie in den USA, genauer gesagt bei Philadelphia. Diese Zeit war prägend und lehrte ihn viel auch über sich selbst. „In den USA ist alles ganz anders. Alles ist viel größer, aber nicht unbedingt besser!“, erinnert Enger sich zurück. Er ist viel im Laufe seines Lebens gereist und hat viel von der Welt gesehen. Jedoch ist es ihm wichtig immer wieder zurückzukommen, zu seinen Wurzeln. Ein Leben im Ausland reizt ihn nicht, stattdessen nimmt er aus jeder seiner Reisen Erlebnisse, Erfahrungen und Einsichten mit, die er verinnerlicht und zum Teil von sich werden lässt. Seine Weltoffenheit bringt ihn schnell in Kontakt mit Leuten, daher hat er ein enorm großes Netzwerk aufgebaut, insbesondere im kulturellen Sektor. Beispielweise hat er selbst Stücke geschrieben und performt, oder auch die Lesebühne „Ohrenschmaus“ organisiert. Auch als Chefredakteur und Herausgeber eines Magazins war er fast 20 Jahre tätig. Zweimonatlich brachte er, in kompletter Eigenregie das Vereinsmagazin „MVC Depesche“ heraus. Eine ganz besondere Leidenschaft hegte der zweifache Familienvater auch schon früh für Autos, insbesondere Oldtimer. Rückblickend glaubt er, dass ein Lesebuch aus der ersten Klasse, auf der ein Oldtimer abgebildet ist, den Grundstein seiner Begeisterung bildete. 1994 eröffnete der gelernte Autosattler schließlich seinen Oldtimerservice und betreibt in bis heute mit großem Engagement. Seit zwei Jahren befindet sich die Werkstatt an der Moerserstraße 75 in Krefeld. Bei seiner Arbeit ist ihm wichtig über das technische Knowhow hinaus ein breitgefächertes, theoretisches Wissen vorzuweisen. Mehr als 20 Jahre Selbstständigkeit haben Enger kein bisschen Müde gemacht, im Gegenteil. Vor sieben Jahren gründete er den Internet-Talk „Lott ens schwaade“. Krefelder Mundart zu sagen „Lass mal schwatzen. Hier werden interessante Krefelder Persönlichkeiten, im netten Plausch, in den Vordergrund gerückt und vorgestellt. Dazu gehört selbstredend auch ein Live-Publikum, sowie Live-Musik. Man fragt sich bei diesem Mann woher er die Zeit für all das findet, doch er tut es und wirkt dabei zufrieden entspannt. Eine inspirierende Persönlichkeit, dessen Plädoyer an seine Mitmenschen lautet: „Bleibt neugierig!

News von: office krefeld, 11.05.2017

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