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Liebe Gemeinde.

03. Mai 2016 image

Liebe Gemeinde.

Wir sollten viel mehr Respekt vor Oma und Opa haben. Die haben das Leben noch ohne Smartphone, Google und Wikipedia gemeistert. Heute unmöglich. Irgendwann kommt die Zeit, in der Opa und Oma Kevin und Chantal heißen. Wie sind die dann drauf?

Die schaffen es vor lauter Unruhe und Ablenkung nicht, die Pillendose vor dem Mittag zu öffnen. Online, Fernsehen, Playstation. Ein paar Seiten im E-Book, ein Snack zwischendurch. Status-Meldung abgeben, Selfie mit der Katze oder doch erst Mal ne Runde Bingo.

Überall lockt die Versuchung, was anderes zu machen, als das, womit man eigentlich angefangen hatte. Und wir können ihr nicht widerstehen. Keinen 90 Minuten Film kann man sich anschauen, ohne dass wir uns zwischendurch irgendwo updaten. „Secondscreening“ heiß das obercool. Und ist doch nichts anderes als: Ich kann mich nicht mehr dauerhaft auf eine Sache konzentrieren und lass mich lieber ablenken.

„Ich arbeite da an einem Projekt“, höre ich oft von Leuten. Ein Projekt. Aha. Toll. Wann ist es denn fertig? „Naja, vorher muss ich noch das und das und das und das“. Wege entstehen dadurch,  dass man sie geht, schrieb Franz Kafka. Mag sein. Aber ans Ziel kommen muss man auch. Und das können wir kaum noch. Schließlich locken so viele schöne Umwege oder Abstecher. Ich kann inzwischen sogar Dinge vergessen, während ich sie mache! Da ist das Hirn einfach mal auf Tournee.

Was fangen Menschen nicht so alles an. Studiengänge, Diäten, Steuererklärung. Nur abgeschlossen wird nix. Die Ablage ist voll. Mails verschieben wir vom Ordner „dringend“ in „noch dringender“. Start up ist cool. Aber nach dem Starten warten Taten. Und das ist dann nicht mehr so cool. Gründe, etwas nicht zu beenden, finden sich nämlich schneller als Lösungen. Früher sagte man, der Anfang ist der wichtigste Teil der Arbeit. Heute stimmt das nicht mehr. Beginnen mag wichtig sein, aber Vollenden ist zur Kunst geworden. Warum? Weil zum Erfolg selten ein Lift fährt, sondern man auch die Treppe benutzen muss. Und dabei kommen wir viel zu schnell außer Atem. Leiden ist schöner als Handeln.

Etwas bis zum Ende fertig machen, scheint gerade einfach nicht im Trend zu sein. Dabei ist das doch gar nicht so schw









Eurer Sebastian »Agent Twist«
facebook.de/agent.twist



Autor: Sebastian Günther

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