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Liebe Gemeinde,

24. November 2014 image

Liebe Gemeinde,

Ihr habt es alle schon bemerkt. Unter uns hat sich eine Gruppe gebildet. Sie wird immer stärker. Es werden immer mehr. Sie meinen, sie sind das Volk. Sie werden angelockt durch große Buchstaben, vereinende Vorstellungen. Ein Glaube schweißt sie zusammen: Endlich das zu bekommen, was sie nie aussprachen, sich aber so lange gewünscht haben. Zu Tausenden treffen sie sich. Ein Großteil lässt die Moral zu Hause, sie könnte hinderlich sein. Scheuklappen werden aufgesetzt. Sie schweigen. Ihre Sorgen wurden jahrelang nicht Ernst genommen. Nun ist es aber soweit. Wie dringend das war, zeigt ein Leuchten in ihrem Blick.

Die Versammlung, von der ich spreche, zeigt viele Menschen, die zu vor nicht wahrgenommen wurden. Von denen man sich wegdrehte. Eine Sarah, ein Mike. Davids und Justins. Auch mal eine Mandy.
Sie wurden von den Intellektuellen verteufelt. Zu unrecht. Denn jetzt zeigen sie, dass auch sie eine Rolle spielen in der Gesellschaft. Eine große. Eine berechtigte. Schließlich kommt eine ganze Weltideologie nicht ohne sie aus. 

Doch die Ziele und Wünsche der Gruppierung klingen zu schön um wahr zu sein. Ein jeder von uns würde sie unterschreiben, wäre da nicht ein Haken (ohne Kreuz): Sie bedeuten, dass es anderen Menschen auf der Welt schlechter geht. Unsere Vorteile auf Kosten von Schwächeren, die keine Chance haben auf ein Leben, wie wir es führen. Diese Erkenntnis will nicht in die Köpfe. Köpfe, deren Einigkeit an einem ganz bestimmten Tag gipfelt. Tausende versammelten sich, um in ihrem wohlbehüteten Leben noch besser wegzukommen als bisher. Auf Kosten anderer, die weit weg dafür bluten müssen. 

Der Tag von dem ich rede: Donnerstag. Der 20. November. Primark-Eröffnung in Dresden. Ich rede von Primark-Kunden. Was dachtet ihr?

Es hat nie an Leuten gefehlt. Aber Menschen sind noch immer Mangelware. Und Moral und Nächstenliebe sind nicht nur gute Einkaufsberater, sondern auch außerhalb von Shopping-Centern empfehlenswerte Begleiter. 
 
Euer Sebastian
www.facebook.de/seb.guenth


Achso: Auch ich werde einige Geschenke von Weltkonzernen kaufen, die in armen Ländern wüten, um in reichen Ländern noch billiger verkaufen zu können. Führt ja kein Weg mehr vorbei. Aber mein ganzes Budget bekommen die nicht, solange es noch Alternativen gibt. Noch. 
Denn dass ich in einem der reichen Länder geboren wurde, verdanke ich nur dem Zufall. Sonst niemanden.


Frohe Weihnachten.

Autor: Stefanie Jost

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