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Augen auf! Der frühe Nay und der späte Nay: Museum Wiesbaden zeigt Retrospektive des gefeierten Abstrakten Expressionisten

Zu gewinnen gibt es: 2 x 2 Freikarten plus je ein Plakat "NAY"

Teilnahme möglich bis: 21. Oktober 2022

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Ernst Wilhelm Nay (1902 - 1968) zählt zu den bedeutendsten Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Seine Malerei ist figürlich und abstrakt. Nays Werkserien sind vielseitig, tiefgründig und farbenreich: Sie erzählen von seiner Auseinandersetzung mit den Urkräften der Natur, rhythmischer Musik, der Antike und Religion oder den Naturwissenschaften.

Das Museum Wiesbaden, das Nay nach dem Zweiten Weltkrieg stark gefördert hat, präsentiert den Künstler vom 16. September 2022 bis zum 5. Februar 2023 erstmals in seiner Museumsgeschichte in einer Einzelausstellung. Die Retrospektive zeigt mit ihren knapp 100 Gemälden Arbeiten aus allen Schaffensphasen. Es werden nicht nur die berühmten späten Scheiben- und Augenbilder des Malers gezeigt, sondern mit seinen frühen Lofoten- und Frankreich-Bildern auch seine weniger bekannten figürlichen Anfänge. Ein besonderer Fokus liegt auf den in der Rhein-Main-Region entstandenen Hekate- und Fugalen Bilder. Nay lebte in Hofheim am Taunus zwischen 1945 und 1951.

Ernst Wilhelm Nay (geb. Berlin 1902–1968 gest. Köln) kommt nach einer abgebrochenen Lehre im Buchhandel an die Berliner Hochschule für Bildende Künste in die Malklasse Karl Hofers, die er als Stipendiat 1928 erfolgreich absolviert. Nays frühe Arbeiten werden rasch von Museen angekauft, es folgen erste Ausstellungsbeteiligungen. Inspiriert von den Fischern an der Ostsee sowie durch zwei von Edvard Munch geförderte Aufenthalte auf den Lofoten entstehen ausdrucksstarke Dünen- und Fischerbilder. Zeitgleich erteilen ihm die Nationalsozialisten zeitweilig Ausstellungsverbot, auch werden zwei seiner Kunstwerke in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. Nays Kriegsdienst führt den Maler nach Frankreich und nach Kriegsende, weil seine Atelierwohnung in Berlin zerstört worden war, in das Rhein-Main-Gebiet nach Hofheim im Taunus zu seiner Freundin und Förderin Hanna Bekker vom Rath. Mit seinen hier entstandenen Werken erzielt Nay national wie international – etwa auf den ersten drei documenta-Schauen (1955, 1959, 1964) und den Biennalen in Venedig (1948, 1950) und Sao Paolo (1955) große Erfolge. Fortan wird er im In- und Ausland als Ikone der deutschen Kunst nach 1945 wahrgenommen. Mit seiner eigenständigen Bildsprache überführt Nay die Epoche des figürlichen Expressionismus der Klassischen Moderne in die gestische Abstraktion der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den Kanon der Kunstgeschichte ist er als intuitiv-emotionaler Farbmaler eingegangen, der in seinen dichten Bildern fortwährend den abstrakten Gesetzen hinter den Dingen nachspürte: „Malerei ist geistige Setzung der Farbe – geleitet und begleitet von einem System.“ (Ernst Wilhelm Nay, um 1967)

Tiefgreifende und weiterführende Inhalte bietet der gleichnamige ausstellungsbegleitende Katalog (hrsg. v. Karin Schick, Sophia Colditz und Roman Zieglgänsberger, Wienand Verlag, ISBN 978-3-86832-646-8, 29,90,– Euro an der Museumskasse). Zwei Media Touren (für Erwachsenen sowie für Kinder und Jugendliche) in der kostenfreien Museum Wiesbaden App begleiten die Schau. Vor Ort können Mediaguides gegen eine Leihgebühr von 3,— Euro genutzt werden.

Wiesbaden ist die zweite Station der Wanderausstellung "Ernst Wilhelm Nay — Retrospektive". Zuvor war die Schau in der Hamburger Kunsthalle zu sehen, im Anschluss geht sie in das Museum Küppersmühle für Moderne Kunst nach Duisburg.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Ernst von Siemens Kunststiftung sowie die Freunde des Museums Wiesbaden e.V.

Hr2 ist Kulturpartner der Ausstellung.
ARTE ist Medienpartner der Ausstellung.

Eine Ausstellung der Hamburger Kunsthalle in Zusammenarbeit mit der Ernst Wilhelm Nay Stiftung, dem Museum Wiesbaden und dem Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg.

Laufzeit der Ausstellung: 16. September 2022 – 5. Februar 2023

Alle Informationen:
www.museum-wiesbaden.de/nay

Autorin: Susanne Löffler,  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Museum Wiesbaden // yt
Foto: Museum_Wiesbaden_Nay_Retrospektive, Fotocredit: Bernd_Fickert
 

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