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Alles neu, aber auch besser?

01. Juni 2013image

Alles neu, aber auch besser?

In Hollywood scheint es ein einfaches Prinzip zu geben: Haben wir keine neuen Ideen, machen wir eine Fortsetzung der bekannten Story. Das hat Vorteile. Charaktere sind bereits erdacht und bekannt, die Story im besten Fall schon im ersten Teil angerissen und die Requisiten und Kostüme müssen nur ausgekramt und entstaubt werden. Aber reicht das? Mit einem kritischen Blick schauen wir im Juni auf ein paar Games, die es irgendwie schon gab. Seid gespannt!

GRiD 2
Ein Rennspiel, wow, welch ungezügelte Begeisterung. Aber langsam mit den hundert Pferden. Was ist an »GRiD 2« anders? Es gibt offizielle Lizenzen, echte Rennstrecken und einen interessanten Ansatz der Entwickler. Fangen wir mit den Lizenzen an: Unzählige originale Boliden füllen die Garage! Von Driftschleudern und Highspeed-Racern bis zu berüchtigten Muscle Cars ist alles vertreten. Die Gefährte sind gelungen detailgetreu und realitätsnah, das Schadenmodell und die Spiegelungen sowie Details wie flammende Fehlzündungen sind hübsch anzusehen. In punkto Realitätsnähe macht »GRiD 2« vielen Simulationen echte Konkurrenz! Zwar reicht es aufgrund einiger technischer Schwierigkeiten der Testversion nicht an »Gran Tourismo« heran. Dafür ist das Spielerlebnis abwechslungsreicher: Echte Rennstrecken, wilde Highway-Rasereien und halsbrecherische Stadtkurse hinterlassen einen vielfältigen Eindruck, der auf Dauer sicher Spaß machen wird. Störend ist eigentlich nur die fehlende Cockpitansicht …

Publisher: Codemasters
Preise im Handel: ab ca. 49 Euro



Ride to Hell: Retribution
Da haben wir schon eine neue Idee auf bekanntem Unterbau. Wem »GTA« bisher zu aufgeplustert und zu sehr nach Neo-Gangstermanier stank, der findet in »Ride to Hell: Retribution« einen neuen Ansatz. Die Story spielt in den Umbrüchen der 60er Jahre, natürlich in den USA. Kalter Krieg inklusive Kuba-Krise, Hippie-Festivals und – richtig – gesetzlose Rocker auf ihren heißen Hobeln. Um Letztere und deren Untaten geht es dann auch. Ihr schlagt euch oder besser blubbert auf euren Bikes durch ein 90 km² großes Areal, das durch Ozean und Rocky Mountains begrenzt wird. Dazwischen ist jede Straße, jeder Pfad und jedes verlassene Nest erkundbar. Getreu den filmischen Vorbildern sind Kloppereien, Überfälle und Gelage an der Tages- und Nachtordnung. Besonders viel vom Storydesign ist noch nicht durchgesickert, ist bei dem guten Setting aber (fast) egal und als GTA5-Konkurrent taugt die Idee allemal.

Publisher: Deep Silver
Release: 28. Juni
Preise im Handel: ab ca. 37 Euro



Company of Heroes 2
Wer sich sieben Jahre Zeit lässt, um einen Nachfolger zu liefern, der muss sich echt Gedanken gemacht haben. So hofft man zumindest. Das Echtzeit-Strategiespiel aus dem Hause THQ begeistert noch heute mit spannenden, taktisch anspruchsvollen Schlachten und geschicktem Einsatz der vorhandenen Ressourcen. Kaum ein Spiel schaffte es, den Krieg so nah darzustellen. Auch im aktuellen Teil, von dem zwar nur ein Bruchteil anspielbar war, zeigt der Krieg sein grausames Gesicht auf eindrucksvolle Art und Weise. Thematisch beginnt der zweite Teil mit dem Versuch der russischen Truppen, die Deutschen am Vorrücken zu hindern. Mit schwachem Equipment und mangelhafter Ausbildung in schneegrauer Umgebung werden die Truppen in den ersten Missionen als Kanonenfutter in feindliches Feuer geschickt. Brutal und detailliert dargestellt. Erst später zeigt sich »Company of Heroes« auf gewohnt tiefgründige, militärisch realistische Weise. Mit kleinen, hoch spezialisierten Trupps werden Stellungen gesäubert, Fallen errichtet und gezielte Operationen durchgeführt. Neues Feature ist unter anderem der Flammenwerfer, der zum Missionsgelingen zwingend erforderlich ist und erstmals auch realistischen Schaden anrichtet. Insgesamt 15 Singleplayer-Missionen und verschiedene Online-Multiplayermodi werden die Tradition fortsetzen!

Publisher: THQ
Release: 25. Juni
Preis: noch offen



Sid Meier’s Ace Patrol
Damals, als noch 8-Bit-Grafiken verwendet wurden, die Sounds von einer auf dem Motherboard verschraubten Klingel kamen und sich keiner um HD-Zwischensequenzen Sorgen machte, schlug die Geburtsstunde der Jet-Simulationen. Titel wie »F-15 Strike Eagle« und »Falcon« brachten die Düsentriebwerke in den Arbeitscomputer. Zwischenzeitlich sind nur wenige wirklich ernst zu nehmende Simulationen erschienen, für mobile Endgeräte noch viel weniger. Jetzt tanzt Sid Meier – seinerseits bekannt als Schöpfer der Civilization-Reihe – mit einem Dog Fight-Game aus der Reihe. Im Comicstil gilt es, mit mehr als 30 Flugzeugen des Ersten Weltkrieges in 120 Missionen sein Team von Fliegerassen auszubilden und Schlachten zu schlagen. Das Spiel für das iPad schwenkt zwischen taktischen Karten, Befehlen und luftigen Kämpfen im Cockpit hin und her. Wer die Missionen nicht alleine spielen möchte, hat zwei weitere Modi zur Auswahl: Zwei-Spieler-Hot-Pad-Multiplayer oder asynchroner Multiplayer. Zwar kann die Herrschaft über die Lüfte nur einem gebühren, aber für den mobilen oder gebetteten Spielspaß taugt das aktuell noch kostenfrei im App Store erhältliche Spiel und die spielerische Simulation allemal.

Publisher: 2K Games
Preis im App Store: derzeit kostenfrei,
Größe: 189 MB

Autor: Marcus Busch

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