Doc Martens, hochgekrempelte Jeans mit Löchern, grau melierte Haare und mit einem leichten Grinsen sitz Steve Waymouth auf einem abgerocktem Ledersofa und zündet sich eine selbst gedrehte Zigarette an. Vor ihm Bilder aus den späten 70er Jahren, wo er als Sänger der Punkband „Clox“ sofort zu erkennen ist. Als er auf die beiliegenden Artikel angesprochen wird, lächelt er ein weiteres Mal, kommentarlos. Die Dortmunder Punklegende „Clox“ spielte zur damaligen Zeit mit Bands wie „ZK“ (Tote Hosen), „Abwärts“, „Mittagspause“ oder „Fehlfarben“ und gehörte somit bundesweit zu den „gefürchteten und aggressiven“ Punkbands, die gerne mal vor dem Auftritt verhaftet oder ins Krankenhaus eingeliefert worden sind. Damals schwappte die Punk-Welle mit Namen wie „The Clash“ oder „Sex Pistols“ auch nach Dortmund und verfestigte sich als energiegeladene, schockierende Musik auf der Bühne. Ursprungsgedanke der „Clox“ war: Rebellion, delitantische laute Musik und das Lebensgefühlt des Ursprungspunks. Seit nunmehr 25 Jahren stand die Band nicht mehr auf der Bühne und die Bandmitglieder haben sich in alle Himmelrichtungen zerstreut. Doch im Rahmen eines Benefiz - Konzertes zu Gunsten des Kinderhospizdienst Ruhrgebiet e.V. beim Festival „DesperaDO´s“ am kommenden Samstag im FZW gibt es die einmalige Reunion der „nietenverseuchten und stolzen“ Punkband. Beim Drehen der vierten Zigarette erinnert sich Waymouth an die erste Probe nach 25 Jahren – „es war wie vorgestern“ und trotz anfänglicher Bedenken hat die Band die Herausforderung ernst genommen. Und das Feedback ist enorm. Zum „Familientreffen“ alter Wegbegleiter werden zusammen mit den weiteren Bands „Katzenköter“, „Beat Machine“ „Trainticket“, „The Unpleasent“, den „Clox, „Tony Gorilla“ und „Assmatix“ sogar Fans aus England erwartet. Dennoch wird es nicht wie früher sein, denn die „Clox“ gestehen sich selbst ein, dass es früher ein andres Zeitalter für junge Rebellen war – und Punk war keine Mode, sondern eine Lebenseinstellung. Aber das Punk - Benefiz wird sicherlich ein Highlight zum Jubiläumsjahr des FZW und es bleibt abzuwarten, ob die Bühnen-Rebellen an ihren damaligen Eskapaden anknüpfen. fzw.de






















