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St. Augustinus-Kliniken

Heilerziehungspflege - genau das Richtige für mich!

Johanna Sülzenfuß, Auszubildende in der St. Augustinus-Behindertenhilfe in Neuss

1. Wolltest Du schon immer in diesem Bereich arbeiten?
Mein Plan nach dem Abitur war es, Soziale Arbeit zu studieren. Doch kam ich erstmal auf die Warteliste. Um die Zeit zu überbrücken, habe ich mich beim DRK für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beworben. Das FSJ absolvierte ich in einer Eichrichtung für Menschen mit einer chronisch psychischen Erkrankung der St. Augustinus-Behindertenhilfe in Neuss. Dieses Jahr bestärkte mich in meiner Entscheidung einen Beruf zu wählen, bei dem ich engen Kontakt mit Menschen habe. Einen Beruf, in dem ich hilfsbedürftige Menschen unterstütze und dazu beitrage, ihre berufliche und soziale Eingliederung zu erleichtern. Im Sommer 2015 habe ich dann meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin bei der S. Augustinus Behindertenhilfe begonnen.

2. Warum sollte man gerade diesen Beruf ergreifen, was gefällt Dir am besten?
Die Arbeit mit Menschen, die eine geistige oder psychische Behinderung haben, ist sehr abwechslungsreich und bietet viele Facetten. In der dreijährigen Ausbildung durchläuft man drei verschiedene Einrichtungen – jede mit einem anderen Schwerpunkt. Zurzeit arbeite ich in einer Einrichtung für vorrangig  chronisch psychisch Erkrankte und Menschen mit einer geistigen Behinderung. Voraussetzung für den Beruf der Heilerziehungspflegerin ist das Interesse an der Zusammenarbeit mit Menschen. Aufgrund des engen und intensiven Kontakts mit den Klienten sollte man keine Berührungs-ängste haben. Da die Krankheitsbilder sehr  unterschiedlich sind, ist es von zentraler Bedeutung individuell auf die Menschen einzugehen und sie entsprechend ihrer Bedürfnisse zu unterstützen und zu begleiten. 

3. Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
Der Beruf bringt es mit sich, dass man im Schichtdienst arbeitet, da unsere Klienten rund um die Uhr Betreuung brauchen. Die Frühschicht beginnt um 6.15 Uhr mit der Dienst-übergabe. Dann werden die anstehenden Aufgaben verteilt. Vor dem Frühstück bereiten wir die Medikation vor, wobei die Azubis natürlich von den Fachkräften begleitet werden. Da manchen Klienten aufgrund ihrer Erkrankung immer wieder der Antrieb für Aktivitäten fehlt, motivieren wir sie zum Aufstehen, zur Körperpflege, zum Erledigen von wichtigen Aufgaben. Außerdem begleiten wir sie zu Arztterminen oder unterstützen sie bei der Zimmerreinigung. Aber auch die Freizeitgestaltung thematisieren wir gemeinsam mit den Klienten und gestalten diese nach individuellen Bedürfnissen und Wünschen. Um 11.45 Uhr beginnen die Vorbereitungen des Mittagessens. Bevor um 13:15 der nächste Schichtwechsel ansteht, dokumentieren wir die durchgeführten Maßnahmen und das aktuelle Wohlbefinden der Klienten im System.

Die Ausbildung konkret
Eckdaten und Infos

Zugangsvoraussetzungen
• Fachschulreife und Abschluss einer Berufsausbildung oder
• Allgemeine Hochschulreife/Fachhochschulreife und berufliche Praxiserfahrung/Tätigkeit von 900 Stunden in Form eines Praktikums, Freiwilligen Sozialen Jahres, Bundesfreiwilligendienstes o. ä.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird berufsbegleitend absolviert. Alternativ: Zwei Jahre schulische Ausbildung sowie ein Anerkennungsjahr. Ausbildungsbeginn ist immer der 1. August.

Was verdiene ich?
1. Jahr: 701,82 Euro
2. Jahr: 776,42 Euro
3. Jahr: 851,03 Euro 
Dazu kommen noch Zuschläge. 
Alternativ mit Anerkennungsjahr:
1. Jahr: 1563,76 Euro

Interessierte können sich auch gerne in einem Schnupperpraktikum erste Einblicke verschaffen.

Weitere Infos zu den vielen Ausbildungen, die Ihr bei den St. Augustinus-Kliniken absolvieren könnt unter …
www.st-augustinus-kliniken.de/job-und-karriere/
oder bei Simone di Piazza (HR-Beraterin) s.dipiazza@ak-neuss.de

News von: Julia Wojdyla, 03.12.2017

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