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CULTURAL CLASH NOMADE

Ein mobiles Ausstellungsprojekt der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (Prof. Alba D’Urbano) und der Hâute École d’Art et Design, Genf HEAD (Prof. Ingrid Wildi Merino) mit den StudentInnen der Klasse Intermedia HGB Leipzig und Master Klasse HEAD Genf

Am 30. August beginnt das mobile Ausstellungsprojekt CULTURAL CLASH NOMADE, das sich innerhalb von zwei Wochen in Form einer Karawane von Leipzig über Nordhausen, Frankfurt am Main, Ludwigshafen und Straßburg bis nach Genf bewegen wird. Unter der künstlerischen Leitung von Prof. Alba D'Urbano und Prof. Ingrid Wildi Merino präsentieren 19 junge KünsterInnen aktuelle Auseinandersetzungen zu einem in Bewegung geratenen Verständnis von kultureller Identität. Die künstlerischen Arbeiten werden dabei ganz im Sinne des Wandercharakters in Zelten und Wohnwagen installiert. Parallel dazu wird ein Programm stattfinden, das individuell auf den jeweiligen Ort abgestimmt ist und mit ihm interagiert, z.B. Video-/Filmscreenings, Vorträge, Führungen, Lesungen und zum Schluss in Genf ein Resümee  des Projektes in einer Ausstellung.
Höchste Mobilität erscheint als Maxime des beginnenden 21. Jahrhunderts. Die gewählte Ausstellungsform spielt auf die Migration an, die offensichtlich alles erfasst hat: Waren, Informationen, Menschen, Ideen – alles ist in Bewegung geraten.
Während des mobilen Ausstellungsprojektes werden die KünstlerInnen/StudentInnen aus der HGB Leipzig und der Hâute d’ecole d’art de Design Genf in den jeweiligen Reisestationen die Frage der kulturellen Identität unter historischen, sozialen, geopolitischen und ethnischen Aspekten thematisieren. Wie verorten sich diese jungen KünstlerInnen inmitten eines im Wandel begriffenen Europa? Welches Potential entfaltet die Unterschiedlichkeit ihrer Perspektiven auf das Hier und Jetzt? Was verbindet und was trennt diese KünstlerInnen, deren Großteil einen Migrationshintergrund hat, im Nachdenken über  kulturelle Identität, wenn ihre Wurzeln verstreut sind auf verschiedene Länder und Kulturen?

Die Kunst passt sich der Situation an, der Künstler muss sich ebenfalls in seiner Lebensphilosophie flexibel zeigen und sich auf notwendige Materialien reduzieren, die sein künstlerisch ausformuliertes Statement bekräftigen. Deswegen befinden sich auch unweit der jeweiligen Ausstellungsorte die Schlaflager und Wohnwagen der KünstlerInnen, ganz im Sinne des nomadischen Ausstellungscharakters.

Cultural Clash Nomade versteht sich als dialogische Ausstellungsform. In den sechs Stationen will sie die im mobilen Ausstellungsparcour präsentierten Positionen mit den Arbeitsansätzen international renommierter Theoretiker- und KünstlerInnen in Austausch bringen. Ziel ist, das mobile Ausstellungsprojekt in seinem Wirkungskreis zu erweitern und die Diskussion über die Thematik auch über die konkrete Ausstellung hinaus anzuregen.

Eröffnung, 30. August, 19 Uhr / im Garten der GfZK
Teil des Programms am Eröffnungsabend ist eine Projektion der Videoarbeit von Stephanie Marek mit dem Titel „Kde domov muj / Wo ist meine Heimat“, in welcher sich die Künstlerin performativ mit Entwurzelung auseinandersetzt. Der Titel ihrer Arbeit ist gleichzeitig der des melancholisch vorgetragenen Liedes, das Assoziationen zu Volks- oder Schlafliedern erweckt. Den Abend lässt Chamigo Hukleson mit einer DJ-Set Performance zum Thema Hymne ausklingen.
Am darauf folgenden Tag wird neben der regulären Ausstellung eine Stadtführung der AG Postkolonial angeboten, die sich mit Kolonialismus in Leipzig, einem nahezu vergessenen Abschnitt der deutschen Geschichte, auseinandersetzt. Als Stadt mit einer Jahrhunderte alten (Übersee-)Handelstradition finden sich auch in Leipzig Spuren der deutschen Kolonialzeit: im Zoo, an der Universität, in Parks und auf dem Gelände Alte Messe Leipzig.
Termin: 31.08.2013, 15 Uhr
Treffpunkt: GFZK - Garten

Teilnehmende KünstlerInnen: Mari Alessandrini, Gottfried Binder, Cindy Cordt, Ilse Frech, Felix Leffrank, Stephanie Marek, Edna Martinez, Mandy Gehrt, Marion Goix, Severin Guelpa, Guillaume Mausset, Guillermo Fiallo Montero, Robson Missau Olbertz, Nicolas Rossi, Nico-las Rupcich, Anna-Katharina Schierholz, Jakub Simcik, Diego Vivanco und Christina Werner

Weitere Stationen von CULTURAL CLASH NOMADE:
01.09. – 02.09. Nordhausen, Ort: Theaterplatz
05.09. – 07.09. Frankfurt a.M., Ort: Offenes Haus der Kulturen, Uni-Campus Bockenheim
08.09. – 09.09. Ludwigshafen, Ort: Kunstgärten am Wilhelm Hack Museum
10.09. – 12.09. Straßburg, Ort: Semencerie, Hall des Chars
13.09. – 14.09. Genf, Ort: Duplex
Nähere Informationen zum Programm finden Sie unter:
www.culturalclashnomade.org
www.facebook.com/culturalclashnomade

Was? CULTURAL CLASH NOMADE - Ein mobiles Ausstellungsprojekt
Wann? 30. bis 31. August in Leipzig, jeweils 11-22 Uhr; Eröffnung: 30. August, 19 Uhr im Garten (der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig)
Wo?
Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Wer? Eröffnungsrede: Prof. Alba D'Urbano (HGB), Prof. Ingrid Wildi (HEAD), Julia Schäfer (GFZK); Kooperationspartner (Leipzig): AG Postkolonial-Verein Engagierte Wissenschaft, Galerie für Zeitgenössische Kunst und Internationale Frauen Leipzig e.V.


Foto: GfZK

News von: Marion Herzberg, 23.08.2013

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