James Cameron hat's schon wieder getan

Schöpfer von Avatar wird erneut ausgezeichnet

James Cameron hat's schon wieder getan

Mit den Worten »I'm the king of the world« bedankte sich James Cameron, als er vor 12 Jahren seinen Oscar für sein Meisterwerk erhielt. Insgesamt elf Auszeichnungen erhielt sein Schiffsuntergangs-Drama »Titanic«, darunter als bester Film und für die beste Regie.

 Mit dem Fantasy-Epos »Avatar - Aufbruch nach Pandora« räumte der 55-jährige gebürtige Kanadier bei der Golden-Globe-Gala in der Nacht zum Montag wieder die wichtigsten Preise ab. Ein Omen für die Oscar-Vergabe, die am 7. März in Hollywood über die Bühne geht.

»Ich habe nichts vorbereitet. Offen gesagt, ich dachte, dass Kathryn gewinnt«, stotterte der sichtlich überraschte »König der Welt«, als sein Name als bester Regisseur fiel. Mit Cameron hatten viele Hollywood-Insider darauf getippt, dass Kathryn Bigelow die Trophäe für ihren fetzigen Irak-Kriegsfilm »The Hurt Locker« gewinnen würde. »Sie hätte es verdient«, sagte Cameron über seine Ex-Frau.

Ein Déjà-Vu-Erlebnis: zwölf Jahre, nachdem er mit »Titanic« die Globes für Regie und »Bester Film« holte, stand Cameron erneut auf dem Siegerpodest. »Ich mache es kurz«, versprach der bereits ergraute Regisseur, der auch über »Avatars« Sieg als bester Film erstaunt wirkte. »"Avatar" will uns zeigen, dass alles miteinander verbunden ist, alle Menschen miteinander, und wir mit der Erde. Und wenn man dafür viereinhalb Lichtjahre weit zu einem anderen, erfundenen Planeten reisen muss, um so das Wunder unserer Erde schätzen zu lernen, dann ist dies das Wunder des Kinos, das ist der Zauber.«



Neben den goldglänzenden Weltkugeln hat sich Cameron längst eine goldene Nase verdient. Das aufwendig gedrehte 3-D-Abenteuer spielte weltweit schon über 1,6 Milliarden Dollar ein. Damit steht die Saga von den blauhäutigen Außerirdischen auf der Hitliste nur noch wenig hinter dem bislang erfolgreichsten Film aller Zeiten, »Titanic« mit 1,84 Milliarden Dollar, zurück. Camerons »Terminator«-Darsteller Arnold Schwarzenegger, der einen Filmclip von »Avatar« präsentierte, konnte sich einen Scherz nicht verkneifen. Die Hälfte der Einnahmen würde in Kaliforniens leere Haushaltskasse fließen, grinste der Gouverneur.

Tatsächlich drehte sich die Trophäen-Gala ums Geld. Zahlreiche Hollywoodstars, darunter Nicole Kidman und Meryl Streep, baten um Spenden für die Erdbebenopfer in Haiti. Wie Harrison Ford und Cher demonstrierten zahlreiche Promis mit einer Ansteckschleife ihre Solidarität für den zerstörten Karibikstaat. Angesichts des Elends in der Welt sei es wirklich zwiespältig, sich als glücklicher Filmstar zu zeigen, sagte »Julie & Julia«-Darstellerin Meryl Streep, die ihre siebte Globe-Trophäe in Empfang nehmen konnte. Aber sie höre die Stimme ihrer Mutter mit dem Befehl: »Spende Geld, zieh das Kleid an, lach und sei verdammt noch mal dankbar, dass du die Dollars zum Helfen hast.«

George Clooney, der für »Up in the Air« als bester Hauptdarsteller nominiert war, nutzte die Gala, um die Werbetrommel für den Spendenmarathon »Hope for Haiti« zu rühren. Am kommenden Freitag sollen in der TV-Benefizshow Musiker auftreten, Schauspieler zu Wort kommen und Nachrichten aus dem Katastrophengebiet gezeigt werden. »Ich nutze das als Mittel, um Leute zu rekrutieren, mit denen wir beim Telethon am Freitag zusammenarbeiten wollen«, sagte der Hollywoodstar vor Show-Beginn der »New York Times«.

Quelle: dpa
Bildquelle: imdb.com

Infos zum Autor

Torsten Schmidt

28 Jahre, aus Dresden

53 Newsbeiträge

Das letzte Wort

»Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.«

2842 mal gelesen - geschrieben am 27.01.2010

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